
Nicht nur neue Produkte, auch aktuelle Trend-Sorten sorgen 2025 für frischen Wind in Eisdielen und Restaurantküchen. Dieses Jahr stehen besonders kreative und opulente Eiskreationen im Rampenlicht.
Europaweit wurde etwa die Sorte Hallelujah (auch Halleluja geschrieben) zur Eissorte des Jahres 2025 gekürt. Dahinter verbirgt sich ein Gianduja-Eis – also Eiscreme auf Basis einer italienischen Haselnuss- Kakao-Creme – verfeinert mit gerösteten Haselnüssen und einer eingestrudelten Schokoladensoße. Diese Komposition wurde erstmals auf der internationalen Eis-Fachmesse SIGEP in Rimini vorgestellt und soll an das von der katholischen Kirche ausgerufene Heilige Jahr 2025 erinnern. Mit ihrem marmorierten Aussehen und dem intensiven Nougat- Schoko-Geschmack setzt die Halleluja-Kreation ein kulinarisches Ausrufezeichen. Auch ohne kirchlichen Bezug eignet sich das Gianduja-Eis hervorragend, um Eisliebhabern ein „Amen“ auf der Zunge zu entlocken – ein Trend, den findige Eismacher:innen durchaus aufgreifen können, etwa mit eigenen Nuss-Nougat-Varianten.
Neben solchen heiligen Genüssen liegen 2025 auch traditionsreiche Süßspeisen als Eis hoch im Kurs. So zählen in diesem Jahr Germknödel-Eis und Punschkrapfen-Eis zu den angesagten Sorten. Beide Geschmacksrichtungen lehnen sich an österreichische Dessertklassiker an – der Germknödel (gefüllter Hefeknödel mit Powidl und Mohn) und das Punschkrapferl (rumgetränkte, rosa Zuckerguss-Praline) – und bringen deren üppiges Aroma in die Eistüte. Die Zeichen stehen also auf gehaltvolle Nostalgie: Desserts von Oma’s Kuchentisch als coole Sommererfrischung. Dieses Comfort Food-Gefühl in Eisform spricht Kund:innen an, die neben klassischen Sorten mal etwas Ausgefallenes probieren möchten, ohne auf vertraute Geschmäcker zu verzichten.
Auch Musik und lokale Kultur liefern Inspiration für neuartige Eissorten. In Österreich widmet die Branche dem 200. Geburtstag des Walzerkönigs Johann Strauss (Sohn) sogar eine Reihe eigener Kreationen. Bei den Johann Strauss Eiswochen interpretierten Eismacher berühmte Werke des Komponisten als Dessert. So präsentiert etwa ein Wiener Eissalon ein Champagner-Gelato namens Die Fledermaus und eine Tiramisu-Eiskreation Eine Nacht in Venedig, angelehnt an gleichnamige Operetten.
Besonders Aufsehen erregte ein blaues Stracciatella-Eis mit goldenem Glitzer, getauft auf den Titel An der schönen blauen Donau. Diese optisch spektakuläre Variante des beliebten Schoko-Splitter-Eis sorgt mit blauer Farbe und essbarem Gold für Wow-Effekte in der Vitrine. Ebenfalls kreativ: Unter dem Namen Frühlingsstimmen wurde ein Holunder-Honig-Eis kreiert – zarte Holunderblüten-Noten kombiniert mit original Wiener Imker-Honig. Diese Beispiele zeigen, wie Storytelling und regionale Bezüge in der Eisproduktion genutzt werden, um einzigartige Produkte mit Marketing-Potenzial zu schaffen.
Aktionstage unterstützen und fördern solche Kreativität. Seit 2013 wird alljährlich am 24. März der europaweite Tag des handwerklich erzeugten Speiseeises gefeiert. Dieser Ehrentag, initiiert vom EU-Parlament, rückt Tradition und Qualität des handwerklichen Eises ins Bewusstsein. Viele Eissalons nutzen ihn, um Spezialaktionen anzubieten und neue Sorten zu präsentieren – ein perfekter Anlass, experimentelle Geschmacksideen auszuprobieren oder Kund:innen mit besonderen Editionen zu überraschen. Neben dem Strauss-Jubiläum stehen 2025 auch die Kinder Eiswochen (23. Juni – 6. Juli) im Kalender, bei denen bunte, verspielte Eiskreationen für die jüngsten Genießer:innen im Mittelpunkt stehen.
Ob religiöses Motto, historische Persönlichkeit oder einfach kindlicher Spaß – Themen-Eis ist ein Trendvehikel, das Aufmerksamkeit schafft. Gastronom:innen können davon profitieren, indem sie saisonale Anlässe aufgreifen und in passenden Dessert-Specials umsetzen.
Tradition trifft Trend: Die britische Tea Time erlebt eine stilvolle Renaissance in Hotels, Cafés und gehobener Gastronomie. Was früher dem britischen Adel vorbehalten war, wird heute neu inszeniert: mit feinen Etageren, internationalen Teesorten und Wissensdurst rund um Blends, Brühzeiten und Rituale. Ein Blick auf neue Konzepte, alte Bräuche und die Zukunft des Tees – inklusive Academy-Insights.
Wildgemüse ist mehr als nur ein Trend – es ist ein über Pinkem Blumenkohl bis zu Bimi® Wilder Pak Choi eröffnen diese Sorten neue Möglichkeiten für Gastronomie, Hotellerie und Fine Dining. Sie schmecken milder, sind farbenfroh, vitaminreich – und lassen sich in kurzer Zeit perfekt auf den Teller bringen.
Von Micro-Martinis bis Butterfly Pea Latte – die Barwelt steht Kopf. Die internationale Barkultur erlebt einen Trend, der auf den ersten Blick klein wirkt, aber großes Potenzial hat: Mini-Drinks, Signature Serves und No & Low-Optionen, die weniger Glas, aber mehr Geschmack liefern. Kombiniert mit einem wachsenden Fokus auf Nachhaltigkeit, Storytelling und sensorische Erlebnisse entsteht ein neues Spielfeld für Bartender:innen. Genusspunkt hat bei Marie Rausch und Sigrid Schot, zwei der spannendsten Frauen der Bar-Szene, nachgefragt und zudem die neuesten Ideen der World’s 50 Best Bars zusammengefasst.
Nicht nur neue Produkte, auch aktuelle Trend-Sorten sorgen 2025 für frischen Wind in Eisdielen und Restaurantküchen. Dieses Jahr stehen besonders kreative und opulente Eiskreationen im Rampenlicht.