Trend Bio: Zahlen, Daten, Fakten

Alexandra Gorsche © Conny Leitgeb Photography
12. Juli 2016 | 
Alexandra Gorsche

Bio (www.bio-austria.at) ist in aller Munde. Lebensmittel aus ökologischer Landwirtschaft, die keine synthetischen Pflanzenschutz- und Düngemittel einsetzt, erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Aber was bedeutet Bio wirklich? Und welche Rolle spielt Bio tatsächlich? Und ist Bio wirklich besser? Wir haben die Antworten auf genau diese Fragen.

Was bedeutet das wirklich?

Bio bedeutet (laut der Bio Austria), dass die Erzeugung, die Verarbeitung und die Kennzeichnung durch klare gesetzliche Richtlinien geregelt ist und, dass deren Einhaltung von unabhängigen Kontrollstellen vom Feld bis ins Regal geprüft wird. Bio bedeutet aber auch, dass durch die besondere Art der Herstellung der Lebensmittel unser aller Lebensgrundlagen geschützt werden: etwa fruchtbarer Boden, sauberes Grundwasser oder die Vielfalt von Arten und Sorten.

Woher weiß ich, dass Bio auch wirklich Bio ist?

Biologische Lebensmittel werden nicht nur nach strengen gesetzlichen Richtlinien hergestellt, sondern auch klar gekennzeichnet. Wer diese Kennzeichnungen kennt, kann echte Bio-Lebensmittel problemlos von Pseudo-Bio-Produkten unterscheiden. Jedes echte Bio-Produkt ist am „Bio-Hinweis“ und an der „Bio-Kontrollstelle“ erkennbar. Zur schnelleren Erkennbarkeit werden überdies viele Produkte deutlich sichtbar mit eigenen Bio-Erkennungszeichen gekennzeichnet.

Die wichtigsten Bio-Erkennungszeichen im heimischen Handel sind das EU-Bio-Logo, das AMA-Biozeichen und das BIO AUSTRIA Logo. Logos finden Sie hier.

Wie viele Bio-Produkte sind überhaupt im Umlauf?

Die monatlichen Ausgaben für Bioprodukte pro Haushalt stiegen in den letzten Jahren in Österreich von durchschnittlich 93 Euro im Jahr 2011 auf 190 Euro im Jahr 2020. In Österreich existieren rund 24.500 landwirtschaftliche Bio-Betriebe, das entspricht einem Anteil an allen landwirtschaftlichen Betrieben von etwa 23 Prozent. Laut aktuellen Eurostat-Daten nutzt die Republik knapp ein Viertel seiner Agrarflächen für ökologische Landwirtschaft und ist damit EU-weit Spitzenreiter.

Den höchsten Anteil erreichen Bio-Produkte im Direktvertrieb bzw. Fachhandel. Knapp ein Viertel der in diesem Vertriebsweg gehandelten Waren stammt aus biologischer Produktion. Geschätzte drei Prozent der Lebensmittel, die für die Gastronomie gekauft werden, sind Bio. Im Lebensmitteleinzelhandel beträgt der Bio-Anteil neun Prozent.

Sind Bio-Produkte vom Discounter schlechter?

Wo Bio draufsteht, ist Bio drinnen. Das gilt auch für Discounter-Waren. Denn die Gesetzgebung der EU gilt auch für die Ölo-Eigenmarken im Lebensmitteleinzelhandel. Somit gilt: Alle Produkte, egal ob diese aus dem Supermarkt sind oder nicht und ein Bio-Siegel tragen, erfüllen die gesetzlichen Mindestanforderungen.

Achtung Bio-Schwindel!

Ausschließlich die Bezeichnungen „bio“ und „ökologisch“ sind gesetzlich geschützt und garantieren die kontrollierte Bio-Herkunft. „Aus naturnahem Anbau“, „aus umweltgerechter Landwirtschaft“, „aus nachhaltiger Landwirtschaft“ oder „aus kontrolliertem Anbau“ geben keinen Ausschluss und sind keine Garantie für eine definierte biologische Wirtschaftsweise.

Quellen:

www.bio-austria.at
www.bio-info.at
www.statista.com

Pasta war nie nur al dente

Warum Italiens Küche gerade radikal neu geschrieben wird

Italien wurde 2025 offiziell UNESCO-Weltkulturerbe – kulinarisch. Nicht ein Gericht. Nicht ein Produkt. Eine ganze Küche. Als „System sozialer Praktiken, regionaler Traditionen und kollektiver Rituale“. Die Initiative für diese historische Anerkennung wurde maßgeblich vom traditionsreichen Kulinarikmagazin La Cucina Italiana angestoßen, dessen Chefredakteurin Maddalena Fossati Dondero den internationalen Vorstoß zur UNESCO-Listung italienischer Kochkultur seit 2020 aktiv vorantrieb.

Und ausgerechnet jetzt wird Pasta neu erfunden. Was wie ein Widerspruch klingt, ist in Wahrheit logische Konsequenz: Wenn eine Küche kulturelles Erbe ist, darf sie nicht erstarren. Sie muss sich weiterentwickeln. Pasta ist dabei nicht Beilage. Sie ist Bühne.

Trendspotting München

Dry January: Vom Monatsphänomen zum Branchenstandard

Dry January ist längst kein Verzichtsmonat mehr. Er ist ein Seismograf. Für veränderte Gästewünsche. Für bewusstere Konsummuster. Für eine neue Ästhetik des Genusses. Wer 2026 noch glaubt, alkoholfreie Drinks seien bloß Limonade im Kristallglas, hat den Trend nicht verstanden. In der Bar Montez im Rosewood Munich zeigt Bar Manager Mario Sel, wie anspruchsvoll, strukturiert und gastronomisch relevant alkoholfreie Kreationen heute sein können und warum sie längst ein strategischer Bestandteil zeitgemäßer Barkultur sind.

Der Abschied vom Schnitzel-Dogma

Die Zukunft der Gastronomie ist nicht strikt vegan – aber klar pflanzenbetont

Vegan funktioniert in der Gastronomie dann, wenn es nicht ideologisch, sondern praktikabel gedacht wird – wirtschaftlich, geschmacklich und alltagstauglich.

quick & dirty
Trend Bio: Zahlen, Daten, Fakten

Bio (www.bio-austria.at) ist in aller Munde. Lebensmittel aus ökologischer Landwirtschaft, die keine synthetischen Pflanzenschutz- und Düngemittel einsetzt, erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Aber was bedeutet Bio wirklich? Und welche Rolle spielt Bio tatsächlich? Und ist Bio wirklich besser? Wir haben die Antworten auf genau diese Fragen.