
„Hören wir gemeinsam auf den Ozean, bevor er verstummt.“
Mauro Colagreco, Vizepräsident der Küchenchefs, Relais & Châteaux
Wenn kulinarische Exzellenz zum ökologischen Statement wird – und Spitzenköche Verantwortung übernehmen: Nachhaltigkeit endet nicht bei der Verpackung – sie beginnt bei der Produktwahl. Das zeigt eindrucksvoll die Vereinigung Relais & Châteaux, die mit über 580 Mitgliedshäusern als weltweit größte Gourmetgemeinschaft gilt. Gemeinsam mit der NGO Ethic Ocean hat sie eine Initiative gestartet, die konsequenter nicht sein könnte: Ihre Küchenchefs verpflichten sich, bedrohte Fisch- und Meeresfrüchtearten von ihren Speisekarten zu streichen – solange, bis sich die Bestände wieder erholt haben.
Mit diesen Worten ruft Mauro Colagreco, Drei-Sterne-Koch und Vordenker einer ethischen Kulinarik, seine Kolleg:innen weltweit zum Handeln auf. Denn was auf den Tellern landet, beeinflusst nicht nur Genuss – sondern ganze Ökosysteme. Ob Atlantischer Wildlachs, Europäischer Aal oder Taschenkrebs: Viele beliebte Arten stehen auf der Roten Liste. Und genau hier setzt die Aktion an.
Die Initiative zeigt Wirkung: Bereits 84 % der Mitglieder verzichten auf Aal – viele dauerhaft. Weitere Arten wie der Rote Thun wurden schon 2009 verbannt, mit messbarem Erfolg: Dank solcher Maßnahmen gelten die Bestände im Nordostatlantik heute nicht mehr als überfischt (ICCAT 2022).
Mit dieser Haltung positioniert sich Relais & Châteaux nicht nur als Netzwerk für erstklassige Hotellerie und Kulinarik, sondern als Stimme für den Wandel in der Gastronomie. Eine Stimme, die gehört werden sollte – bevor der Ozean verstummt.
Künstliche Intelligenz ist im Alltag vieler Betriebe angekommen – doch 2026 wird sie zur strukturellen Aufgabe. Nicht mehr das Testen einzelner Tools steht im Vordergrund, sondern die Frage, wie KI verlässlich, wirksam und organisationsweit eingesetzt werden kann. Beispiele aus Tourismus, Events und Organisationen zeigen bereits heute, wie Skalierung in der Praxis funktioniert – und wo KI konkret entlastet.
Für das Jahr 2026 zeichnet sich ein klarer Wendepunkt ab. Der firmenweite Einsatz von KI rückt in den Mittelpunkt. Zu diesem Ergebnis kommt der Hamburger KI-Experte und Interim Manager Eckhart Hilgenstock, der zahlreiche nationale und internationale Studien zur Entwicklung von Künstlicher Intelligenz analysiert hat. Sein Fazit ist eindeutig: „Nach der Phase der Pilotprojekte 2024/25 streben viele Unternehmen für 2026 die Skalierung der KI innerhalb ihrer Organisation an.“
Dry January ist längst kein Verzichtsmonat mehr. Er ist ein Seismograf. Für veränderte Gästewünsche. Für bewusstere Konsummuster. Für eine neue Ästhetik des Genusses. Wer 2026 noch glaubt, alkoholfreie Drinks seien bloß Limonade im Kristallglas, hat den Trend nicht verstanden. In der Bar Montez im Rosewood Munich zeigt Bar Manager Mario Sel, wie anspruchsvoll, strukturiert und gastronomisch relevant alkoholfreie Kreationen heute sein können und warum sie längst ein strategischer Bestandteil zeitgemäßer Barkultur sind.
Die Gastronomie steht an einem Wendepunkt. Nicht leise, nicht schleichend, sondern mit voller Wucht. Was sich aktuell in Küchen rund um den Globus abzeichnet, ist mehr als ein Trendzyklus: Es ist eine strukturelle Transformation der kulinarischen Wertschöpfung. Der aktuelle „Future Menus“-Report von Unilever Food Solutions zeigt, wie tiefgreifend sich Erwartungen, Prozesse und Geschäftsmodelle verändern und liefert gleichzeitig ein Instrument, das diesen Wandel operationalisierbar macht: ein KI-gestütztes Tool, das Küchenpraxis und Datenintelligenz vereint.
Über 1.100 Branchenexpert:innen aus 20 Ländern sowie 250 Köch:innen haben an der Analyse mitgewirkt. Das Ergebnis: vier zentrale Bewegungen, die 2026 nicht nur relevant sind – sondern strategisch entscheidend.
Wenn kulinarische Exzellenz zum ökologischen Statement wird – und Spitzenköche Verantwortung übernehmen: Nachhaltigkeit endet nicht bei der Verpackung – sie beginnt bei der Produktwahl. Das zeigt eindrucksvoll die Vereinigung Relais & Châteaux, die mit über 580 Mitgliedshäusern als weltweit größte Gourmetgemeinschaft gilt. Gemeinsam mit der NGO Ethic Ocean hat sie eine Initiative gestartet, die konsequenter nicht sein könnte: Ihre Küchenchefs verpflichten sich, bedrohte Fisch- und Meeresfrüchtearten von ihren Speisekarten zu streichen – solange, bis sich die Bestände wieder erholt haben.