Nachhaltig grillen 2026

Profi-Tipps von Haya Molcho, günstiges Premiumfleisch und pflanzliche BBQ-Trends
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Alexandra Gorsche © Conny Leitgeb Photography
13. Mai 2026 | 
Alexandra Gorsche

Ob gerettetes Qualitätsfleisch über Too Good To Go, pflanzliche Steaks von Planted oder Zero Waste BBQ laut Kotányi Grillstudie: Die Grillsaison 2026 steht für bewussten Genuss, neue Geschmackserlebnisse und smarte Möglichkeiten, beim Grillen Geld zu sparen.

Die Grillsaison 2026 steht unter neuen Vorzeichen

Der Duft von Holzkohle liegt in der Luft und der Grill avanciert einmal mehr zum Zentrum des Sommers. Doch die Grillsaison 2026 steht unter neuen Vorzeichen. Während Lebensmittelpreise weiter steigen, wächst gleichzeitig das Bewusstsein für Qualität, Nachhaltigkeit und einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen. Genuss soll heute nicht nur schmecken, sondern auch sinnvoll sein.

Genau hier setzt eine neue Generation von Unternehmen und Konzepten an. Too Good To Go macht hochwertiges Fleisch aus nachhaltiger Haltung über Überraschungssackerl zu stark reduzierten Preisen zugänglich. Haya Molcho zeigt, wie kreatives Grillen mit weniger bekannten Cuts gelingt. Planted setzt mit einem größeren planted.steak ein Zeichen gegen Shrinkflation. Und die aktuelle Kotányi Grillstudie 2026 bestätigt: Österreich grillt bewusster, vielfältiger und nachhaltiger als je zuvor.

Grillen ist längst ein Lebensgefühl

Für 95 Prozent der Österreicher:innen gehört Grillen laut Kotányi Grillstudie fix zum Sommer. Für 48 Prozent ist die Zeit am Rost weit mehr als reine Nahrungszubereitung. Sie steht für Lebensfreude, Gemeinschaft und eine kleine Auszeit vom Alltag. Etwa ein Viertel der Befragten grillt sogar wöchentlich. Dabei wird nicht nur im Garten oder auf der Terrasse gegrillt, sondern zunehmend auch am See, im Park oder auf dem Campingplatz. Grillen ist ein soziales Ritual geworden, bei dem Genuss, Geselligkeit und gemeinsame Vorbereitung im Mittelpunkt stehen.

Was auf dem Rost landet, wird zugleich vielfältiger. Würstel bleiben mit 77 Prozent die unangefochtene Nummer eins, doch Gemüse hat mit 74 Prozent erstmals Platz zwei erreicht und liegt damit noch vor Geflügel mit 72 Prozent. Auch pflanzliche Alternativen gewinnen deutlich an Bedeutung.

Too Good To Go: Premiumfleisch zum halben Preis retten

Steigende Preise verändern das Einkaufsverhalten spürbar. Laut einer repräsentativen Studie im Auftrag von Too Good To Go achten inzwischen 70 bis 82 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher beim Lebensmitteleinkauf verstärkt auf den Preis. Gleichzeitig werden pro Grillabend laut Handelsverband zwischen 41 und 56 Euro ausgegeben.

Too Good To Go verbindet Sparen und Nachhaltigkeit auf intelligente Weise. Über die App können Konsumentinnen und Konsumenten hochwertige Fleisch- und Wurstwaren, die am Ende des Tages nicht verkauft wurden, zu mindestens 50 Prozent unter dem ursprünglichen Preis erwerben. Die Produkte sind frisch, qualitativ einwandfrei und viel zu wertvoll, um entsorgt zu werden.

In Österreich wurden auf diese Weise bereits mehr als 18 Millionen Überraschungssackerl vor der Verschwendung gerettet. Das Modell trifft damit genau den Nerv der Zeit: Kostenbewusstsein und Nachhaltigkeit schließen einander nicht aus, sondern verstärken sich gegenseitig.

Haya Molcho: „Alles verwenden und kreativ sein“

Für Haya Molcho beginnt nachhaltiger Grillgenuss mit einer einfachen Haltung. „Alles zu verwenden und kreativ zu sein“, beschreibt die NENI-Gründerin ihren Ansatz. Gerade weniger bekannte Fleischstücke bieten ihrer Erfahrung nach enormes kulinarisches Potenzial. Rinderwade oder Schulter eignen sich hervorragend, um langsam zu schmoren oder als Pulled Beef für Wraps und Sandwiches zuzubereiten. Wer offen für Überraschungen ist, entdeckt häufig neue Lieblingsgerichte. Molcho sieht in Too Good To Go deshalb weit mehr als ein Sparmodell. Die App werde zur Einladung, flexibel zu denken, neue Zutaten auszuprobieren und die eigene Kreativität zu erweitern.

Profi-Tipps von Haya Molcho für perfektes Grillen:

  • Gutes Fleisch braucht oft nicht mehr als etwas Salz.
  • Der Grill sollte vollständig aufgeheizt sein, bevor das Fleisch aufgelegt wird.
  • Das Grillgut nicht ständig wenden, damit sich kräftige Röstaromen entwickeln können.
  • Gemüse gehört selbstverständlich auf den Grill und sorgt für Balance.
  • Frische Dips und Saucen mit Säure bringen zusätzliche Tiefe.
  • Fleisch lässt sich problemlos einfrieren und dadurch länger haltbar machen.

Waldgut: Tierwohl, Regionalität und Qualität

Ein besonders spannender Too Good To Go Partner ist Waldgut im niederösterreichischen Weinviertel. Der Betrieb setzt konsequent auf artgerechte Bio-Freilandhaltung und respektvollen Umgang mit den Tieren. Dominik und Bernhard Angelmayr empfehlen, bei Fleisch grundsätzlich auf höchste Qualität und regionale Herkunft zu achten. Im Sommer sei die Einhaltung der Kühlkette besonders wichtig. Vakuumiertes Fleisch bleibe besser geschützt und bewahre seine Saftigkeit. Nach dem Marinieren sollte das Fleisch mindestens zwei Stunden ruhen. Rindfleisch profitiert davon, vor dem Grillen kurz temperiert zu werden. Reste gehören innerhalb einer Stunde wieder in den Kühlschrank und sollten am nächsten Tag verarbeitet werden.

Planted: Mehr Steak statt Shrinkflation

Während viele Hersteller Packungen verkleinern und Preise erhöhen, setzt Planted ein bewusstes Gegenzeichen. Das optimierte planted.steak enthält nun 25 Prozent mehr Inhalt und wächst von 120 auf 150 Gramm, ohne dass sich der Preis verändert. Gleichzeitig wurde die Rezeptur überarbeitet. Die Zutatenliste ist kürzer, der Fettgehalt um 30 Prozent reduziert, und sowohl zugesetzter Zucker als auch Bohnenmehl wurden entfernt. Das Produkt bleibt reich an Proteinen und Ballaststoffen und kommt weiterhin vollständig ohne Zusatzstoffe aus.

Pascal Bieri, Mitgründer von Planted, bringt es auf den Punkt: mehr Inhalt, intensiverer Geschmack und kompromisslose Natürlichkeit. Ergänzt wird das BBQ-Sortiment durch das planted.steak Paprika mit aromatischer Marinade und die planted.spiesse Kräuter mit frischer Kräuter-Zitronen-Note. Erhältlich sind die Produkte seit Ende April 2026 bei Spar, Eurospar, Interspar, Billa, Billa Plus und MPreis.

Zero Waste BBQ und Plant-Based Trends erobern den Grill

Die Kotányi Grillstudie zeigt deutlich, wie sich das Grillverhalten verändert. 32 Prozent interessieren sich für Open Fire Revival, 20 Prozent für Fire'n'Smoke und 17 Prozent setzen bewusst auf Zero Waste BBQ. Dabei wird möglichst das gesamte Lebensmittel verwertet. Beim Fleisch reicht der Ansatz von Nose-to-Tail, bei Gemüse von Leaf-to-Root. Auch pflanzliches Grillen gewinnt weiter an Dynamik. Gemüse, Fleischalternativen und kreative vegane Ideen sorgen für frischen Wind auf dem Rost. Kotányi reagiert darauf mit neuen Gewürzkonzepten wie dem Grill Steak Gewürzsalz mit Curcuma und Ingwer, das gezielt auf die aktuellen Bedürfnisse der Konsumentinnen und Konsumenten abgestimmt ist.

Qualität schlägt Preis

Trotz steigender Kosten bleibt der Preis nicht das wichtigste Entscheidungskriterium. Laut Kotányi zählen vor allem Geschmack, ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und hohe Qualität. Zunehmend an Bedeutung gewinnen auch österreichische Produktion, regionale Herkunft und eine einfache Zubereitung. Diese Entwicklung zeigt, dass Konsument:innen bewusster einkaufen. Sie investieren gezielt in Produkte, die geschmacklich überzeugen und zugleich ihren persönlichen Werten entsprechen.

Unser Fazit: Die Grillsaison 2026 steht für bewussten Genuss

Grillen bleibt eines der stärksten Rituale des Sommers. Doch 2026 verändert sich, was damit verbunden wird. Genuss, Sparsamkeit, Nachhaltigkeit und Innovation verschmelzen zu einer neuen Grillkultur. Too Good To Go macht hochwertige Produkte erschwinglich und rettet wertvolle Lebensmittel. Haya Molcho inspiriert zu kreativer Resteverwertung und mutigen Cuts. Waldgut steht für Regionalität und Tierwohl. Planted zeigt, dass pflanzliche Alternativen nicht nur nachhaltig, sondern auch wirtschaftlich attraktiv sein können. Und die Kotányi Grillstudie bestätigt, dass Österreich bereit ist für einen bewussteren Umgang mit dem, was auf den Rost kommt. Der Grill wird damit zur Bühne einer neuen Genusskultur, bei der nicht nur der Geschmack zählt, sondern auch die Haltung dahinter.

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Steak Paprika © Planted
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