„Luxus muss sich mühelos anfühlen.“
Persönliche Gastfreundschaft, Michelin-prämierte Kulinarik und ein neues Verständnis von modernem Luxus: General Manager Jürgen Ammerstorfer erklärt, wie sich das Anantara Palais Hansen Vienna als eines der führenden Luxushotels in Wien strategisch neu positioniert und Guest Experience auf ein neues Niveau hebt.
Luxus ist heute weit mehr als prachtvolle Suiten, exzellenter Service und beeindruckende Architektur. Entscheidend ist das Gefühl, an einem Ort anzukommen, der Persönlichkeit, Atmosphäre und emotionale Tiefe vermittelt. Genau diesen Anspruch verfolgt Jürgen Ammerstorfer mit konsequenter Klarheit.
Der gebürtige Linzer verfügt über fast drei Jahrzehnte Erfahrung in der internationalen Luxushotellerie. Nach Stationen in renommierten Häusern rund um den Globus kehrte er nach Österreich zurück, um das traditionsreiche Anantara Palais Hansen Vienna neu zu positionieren. Sein Ziel war von Anfang an eindeutig: kein Copy & Paste, sondern ein unverwechselbares Hotelerlebnis, das Geschichte, Kulinarik, Wellness und echte Gastfreundschaft zu einem stimmigen Gesamtkonzept verbindet. Heute präsentiert sich das Haus als urbanes Luxusresort mit starker lokaler Verankerung und internationalem Anspruch.
Im Gespräch mit Genusspunkt erklärt Jürgen Ammerstorfer, welche Veränderungen er angestoßen hat, warum Gastfreundschaft immer eine Frage der Haltung ist und wie das Palais Hansen wieder zu einem lebendigen Treffpunkt für Wien geworden ist.
ALEXANDRA GORSCHE: Sie leiten das Anantara Palais Hansen nun seit rund einem Jahr. Was war die wichtigste Veränderung, die Sie angestoßen haben?
JÜRGEN AMMERSTORFER: Die wichtigste Veränderung war ein klarer Perspektivenwechsel. Wir haben das Haus bewusst als urban luxury resort neu gedacht. Es soll ein Ruhepol mitten in der Stadt sein, der Geschichte, Kultur, Kulinarik und Wellness miteinander verbindet. Gleichzeitig habe ich den Fokus sehr früh auf eine Gastfreundschaft gelegt, die persönlich, aufmerksam und authentisch ist.
Sie sprechen häufig davon, dass es kein „Copy & Paste“ geben darf. Wo zeigt sich diese Haltung heute besonders deutlich?
In der Art, wie sich ein Aufenthalt für unsere Gäste anfühlt. Luxus soll nicht schwer oder formell wirken, sondern leicht, selbstverständlich und mühelos. Viele der schönsten Erlebnisse entstehen durch kleine, intuitive Gesten. Ein persönliches Detail im Zimmer oder eine Erinnerung an individuelle Vorlieben kann einen entscheidenden Unterschied machen.
Was war Ihre größte Herausforderung?
Die Geschichte des Hauses nicht nur zu bewahren, sondern für Gäste tatsächlich spürbar zu machen, ohne nostalgisch zu werden. Heute fühlt sich das Palais Hansen modern, lebendig und zugleich tief mit seiner Geschichte verbunden an.
Was haben Sie über Ihre Gäste gelernt?
Unsere Gäste suchen heute nicht nur Luxus, sondern Bedeutung. Sie möchten sich verstanden fühlen, Authentizität erleben und emotionale Momente mitnehmen. Genau deshalb setzen wir konsequent auf Personalisierung und Storytelling.
Welche Neuerung prägt die Identität des Hauses besonders?
Besonders prägend sind unsere gastronomischen Konzepte. Das mit einem Michelin-Stern ausgezeichnete Restaurant EDVARD steht für höchste kulinarische Präzision. Theo’s Lounge & Bar die urbane, offene Seite des Hauses und wurde als Wiener Hotelbar des Jahres ausgezeichnet. Diese Vielfalt unter einem Dach macht unser Haus einzigartig.
Ist das Palais Hansen wieder in Wien angekommen?
Definitiv. Theo’s Lounge & Bar und unsere Palais Nights haben dazu entscheidend beigetragen. Bei einzelnen Veranstaltungen durften wir mehr als 1.000 Gäste begrüßen. Das zeigt, dass das Haus wieder ein aktiver Teil des Wiener Stadtlebens geworden ist.
Wie positionieren Sie das Hotel innerhalb der Wiener Kulinarik- und Kulturszene?
Wir verstehen uns als Mitgestalter. Mit EDVARD setzen wir international Maßstäbe, gleichzeitig sind wir tief in Wien verwurzelt. Formate wie Theo’s Tea Time verbinden klassische Wiener Eleganz mit zeitgemäßer Interpretation.
Was sollen Gäste heute über das Haus sagen?
Dass dieses Haus Seele hat. Dass sie sich nicht nur willkommen fühlen, sondern wirklich gesehen und inspiriert. Wenn Gäste sagen, dass ihr Aufenthalt weit mehr als eine Übernachtung war, dann haben wir unser Ziel erreicht.
Welche Rolle spielt das Spa?
Das Anantara Spa ist ein zentraler Bestandteil des Gesamterlebnisses. Es vollendet das Gefühl eines urbanen Hideaways und bietet Gästen einen Rückzugsort mitten in Wien.
Wohin soll sich das Palais Hansen weiterentwickeln?
Ich möchte die kulturelle Dimension des Hauses noch stärker ausbauen und gleichzeitig weiterhin in unser Team investieren. Denn außergewöhnliche Gastfreundschaft entsteht immer durch Menschen.
Das Interview mit Jürgen Ammerstorfer zeigt eindrucksvoll, wie sich Luxushotellerie verändert. Es geht nicht mehr allein um Ausstattung oder Perfektion, sondern um Atmosphäre, Individualität und emotionale Erlebnisse. Mit einem klaren Verständnis von Gastfreundschaft, einer starken kulinarischen Identität und der bewussten Öffnung zur Stadt entwickelt sich das Anantara Palais Hansen Vienna zu einer der spannendsten Adressen für anspruchsvolle Reisende und Wienerinnen und Wiener gleichermaßen. Wer moderne Luxushotellerie verstehen möchte, findet hier ein überzeugendes Beispiel dafür, wie Tradition, Innovation und echte Herzlichkeit zu einem unverwechselbaren Gesamterlebnis verschmelzen.
Wenn Gäste sagen, dass ihr Aufenthalt weit mehr als eine Übernachtung war, dann haben wir unser Ziel erreicht.
Alexandra Gorsche ist Food-Journalistin, Moderatorin, Speakerin, Beraterin und kulinarische Stimme mit klarem Fokus auf Fine Dining, Hospitality und zeitgenössische Restaurantkultur. Sie ist Chefredakteurin von Genusspunkt, verantwortet die kulinarische Leitung von stayinart und schreibt für renommierte Verlage und Medienmarken wie den Callwey Verlag. In ihrer Arbeit verbindet sie Gastronomie, Kultur, Design, Reisen und Unternehmertum von Michelin-prämierten Restaurants bis hin zu aktuellen Food-Trends, prägenden Küchenpersönlichkeiten und innovativen Hospitality-Konzepten.
Wenn Gäste sagen, dass ihr Aufenthalt weit mehr als eine Übernachtung war, dann haben wir unser Ziel erreicht.
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Was diesen Ort besonders macht, ist nicht allein sein Fünf Sterne Anspruch, seine ausgezeichneten Weine oder die außergewöhnliche Lage. Es ist eine Haltung. Eine Haltung, die auf Authentizität, Reduktion und einem tiefen Respekt für Natur und Herkunft basiert.
Wir haben mit Roko Palmic, Executive General Manager von Meneghetti, über die Entwicklung des Hauses, die Bedeutung von echter Qualität und seine ganz persönliche Definition von Luxus gesprochen.
Persönliche Gastfreundschaft, Michelin-prämierte Kulinarik und ein neues Verständnis von modernem Luxus: General Manager Jürgen Ammerstorfer erklärt, wie sich das Anantara Palais Hansen Vienna als eines der führenden Luxushotels in Wien strategisch neu positioniert und Guest Experience auf ein neues Niveau hebt.