Gesundheit statt Ausbeutung

Tony’s Chocolonely
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Alexandra Gorsche © Conny Leitgeb Photography
7. Januar 2026 | 
Alexandra Gorsche

„Jeder Mensch verdient Zugang zu einer guten und bezahlbaren Gesundheitsversorgung. Für viele Kakaofarmer:innen ist dies jedoch immer noch weit von der Realität entfernt.“
Tony’s Chocolonely

Süß ist nicht genug – Wie Tony’s Chocolonely Gesundheitsgerechtigkeit mit Schokolade verbindet.

Gesundheitsprogramm für Kakaofarmer:innen

Ein erweitertes Gesundheitsprogramm für 5.000 Familien zeigt: Nachhaltigkeit beginnt bei der Gerechtigkeit in der Lieferkette. Wer heute über Nachhaltigkeit in der Hospitality-Branche spricht, muss weiter denken – über Bio-Zutaten und faire Labels hinaus. Denn nachhaltige Gastronomie beginnt bereits dort, wo die Zutaten angebaut werden. Ein Paradebeispiel dafür liefert Tony’s Chocolonely, das niederländische Impact-Unternehmen, das mit seiner offenen Lieferkette und dem radikal fairen Geschäftsmodell gegen Ausbeutung, Armut und Kinderarbeit im Kakaoanbau kämpft.

Jüngster Meilenstein: Gemeinsam mit dem Gesundheitsnetzwerk Elucid weitet Tony’s sein erfolgreiches Gesundheitsprogramm für Kakaofarmer:innen von Ghana auf Côte d’Ivoire aus. 5.000 weitere Familien erhalten damit Zugang zu medizinischer Versorgung, Impfungen und mobiler klinischer Betreuung – in einer Region, in der Gesundheit noch immer ein Luxus ist.

Tony’s Gesundheitsprogramm in Côte d’Ivoire

  • Zugang zur Krankenversicherung (CMU) für 5.000 Familien
  • Impfungen für über 140.000 Kinder, inkl. Malaria
  • Mobile Kliniken erreichen abgelegene Kakao-Communities
  • Finanzierung durch langfristig höhere Kakaopreise & Unterstützung durch GIZ, BMZ, GAVI
  • Ziel: gemeinschaftsgetragene, dauerhafte Verbesserung der Lebensverhältnisse

Aktiver Schritt gegen Ausbeutung

Dabei geht es nicht nur um medizinische Hilfe, sondern um strukturellen Wandel: Die Farmer:innen sollen schrittweise selbst Beiträge übernehmen, um die Programme langfristig zu tragen. Parallel zahlt Tony’s weiterhin einen Aufpreis für fair gehandelten Kakao – ein aktiver Schritt gegen die Armut, die Ausbeutung in der Branche befeuert.

Impulse für die Branche:

  • Nachhaltigkeit muss entlang der gesamten Lieferkette gedacht werden
  • Gesundheitsversorgung ist ein Menschenrecht – und ein wirtschaftlicher Hebel gegen Armut
  • Marken, die Verantwortung sichtbar und überprüfbar machen, gewinnen Vertrauen und Relevanz

Aus dem Genusspunkt 3/2025

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