Veganuary 2025

Wie pflanzliche Ernährung die Gastronomie und Konsumkultur revolutioniert
Titelfoto von Eleplant
Titelfoto von Eleplant
Alexandra Gorsche © Conny Leitgeb Photography
14. Dezember 2024 | 
Alexandra Gorsche

Mit dem Start des Veganuary 2025 richten sich erneut viele Blicke auf die pflanzliche Ernährung. Doch was macht diesen Monat so besonders? Von innovativen Kampagnen über kreative Restaurantkonzepte bis hin zu beeindruckenden Gourmet-Erlebnissen – wir beleuchten, warum der Veganuary längst mehr als ein Trend ist und welche Bedeutung er für Gastronom:innen und Konsument:innen hat.

Veganuary: Ein Monat, der die Welt verändert

Der Veganuary, erstmals 2014 ins Leben gerufen, motiviert Menschen weltweit, einen Monat lang eine vegane Ernährung auszuprobieren. Was als Nischenbewegung begann, hat sich zu einer globalen Kampagne entwickelt, die nicht nur das Bewusstsein für Tierschutz und Klimaschutz stärkt, sondern auch Wirtschaft und Gastronomie beeinflusst. Allein 2024 nahmen weltweit über 850.000 Menschen am Veganuary teil, und die Zahlen steigen weiter.

Doch der Veganuary ist längst nicht mehr nur eine private Herausforderung: Unternehmen, Restaurants und Influencer nutzen diesen Monat, um innovative Produkte und Angebote zu präsentieren.

Neue Ansätze: Von Butter bis Fashion

  • Eleplant: Pflanzliche Butter trifft modische Statements
    Die Butter-Alternative Eleplant zeigt, wie breit der Einfluss des Veganuary sein kann. Zum Veganuary 2025 hat das Unternehmen eine limitierte T-Shirt-Kollektion vorgestellt, die in Zusammenarbeit mit Le Shop Vegan und der Influencerin Maria Clara Groppler entstand. Die veganen T-Shirts setzen ein modisches Zeichen und sprechen gezielt eine junge Zielgruppe an, die sich für nachhaltige Produkte interessiert.Was diese Kampagne besonders macht, ist die Verbindung von Ernährung und Mode. Christopher Hollmann von Veganuary Deutschland betont: „Neben der Ernährung ist Mode ein weiteres kraftvolles Instrument, um sich für Klima und Umwelt stark zu machen.“

Genuss ohne Verzicht: Kreative Konzepte in der Gastronomie

  • „Schwein“: Humor trifft Hochgenuss in Wien
    Das neue Restaurant „Schwein“ in Wien beweist, dass pflanzliche Küche keineswegs langweilig ist. Mit kreativen Gerichten und einer großen Portion Humor zeigt das Team, dass vegane und vegetarische Gerichte voller Raffinesse und Genuss sein können. Das Konzept ist verspielt, ohne dabei belehrend zu sein – ein Ansatz, der sowohl neugierige Gäste als auch überzeugte Veganer:innen begeistert.
  • Bonvivant: Vegane Haute Cuisine
    Für alle, die vegane Küche auf höchstem Niveau erleben möchten, ist das Silvestermenü von Nikodemus Berger im „Bonvivant“ Berlin ein Muss. Mit einem 6-Gang-Menü aus Zutaten wie grünen Erdbeeren, Vadouvan, Trüffeln und Holzkohle erschafft der Sternekoch ein Geschmackserlebnis, das selbst skeptische Gäste überzeugt. Solche kulinarischen Highlights beweisen, dass vegane Küche längst ihren Platz in der Spitzengastronomie gefunden hat.

Die wirtschaftliche Bedeutung des Veganuary

Immer mehr Unternehmen erkennen die wirtschaftliche Bedeutung des Veganuary. Laut einer Studie von Veganuary stieg der Umsatz veganer Produkte in den ersten Monaten des Jahres 2024 um 15 %. Marken wie Eleplant und Restaurants wie „Schwein“ sprechen gezielt Zielgruppen an, die Wert auf Nachhaltigkeit, Ethik und Innovation legen. Auch große Supermarktketten erweitern ihre pflanzlichen Sortimente, um den wachsenden Bedürfnissen der Konsument:innen gerecht zu werden.

Unser Fazit für die Zukunft

Der Veganuary zeigt, wie groß das Potenzial pflanzlicher Ernährung ist – nicht nur für Konsument:innen, sondern auch für Gastronom:innen. Die wachsende Nachfrage nach innovativen, nachhaltigen Produkten und Gerichten eröffnet neue Geschäftsfelder. Es liegt an Dir als Gastronom:in, diesen Monat zu nutzen, um nicht nur Trends zu folgen, sondern selbst Akzente zu setzen. Mit Kreativität, Engagement und dem Mut, Neues auszuprobieren, kannst Du nicht nur Deine Gäste begeistern, sondern auch einen nachhaltigen Beitrag zur Zukunft leisten. Veganuary ist mehr als ein Trend – es ist eine Bewegung, die die Welt verändern kann.

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Titelfoto von Eleplant

KI 2026

Vom Experiment zur Struktur

Künstliche Intelligenz ist im Alltag vieler Betriebe angekommen – doch 2026 wird sie zur strukturellen Aufgabe. Nicht mehr das Testen einzelner Tools steht im Vordergrund, sondern die Frage, wie KI verlässlich, wirksam und organisationsweit eingesetzt werden kann. Beispiele aus Tourismus, Events und Organisationen zeigen bereits heute, wie Skalierung in der Praxis funktioniert – und wo KI konkret entlastet.

Für das Jahr 2026 zeichnet sich ein klarer Wendepunkt ab. Der firmenweite Einsatz von KI rückt in den Mittelpunkt. Zu diesem Ergebnis kommt der Hamburger KI-Experte und Interim Manager Eckhart Hilgenstock, der zahlreiche nationale und internationale Studien zur Entwicklung von Künstlicher Intelligenz analysiert hat. Sein Fazit ist eindeutig: „Nach der Phase der Pilotprojekte 2024/25 streben viele Unternehmen für 2026 die Skalierung der KI innerhalb ihrer Organisation an.“

Pasta war nie nur al dente

Warum Italiens Küche gerade radikal neu geschrieben wird

Italien wurde 2025 offiziell UNESCO-Weltkulturerbe – kulinarisch. Nicht ein Gericht. Nicht ein Produkt. Eine ganze Küche. Als „System sozialer Praktiken, regionaler Traditionen und kollektiver Rituale“. Die Initiative für diese historische Anerkennung wurde maßgeblich vom traditionsreichen Kulinarikmagazin La Cucina Italiana angestoßen, dessen Chefredakteurin Maddalena Fossati Dondero den internationalen Vorstoß zur UNESCO-Listung italienischer Kochkultur seit 2020 aktiv vorantrieb.

Und ausgerechnet jetzt wird Pasta neu erfunden. Was wie ein Widerspruch klingt, ist in Wahrheit logische Konsequenz: Wenn eine Küche kulturelles Erbe ist, darf sie nicht erstarren. Sie muss sich weiterentwickeln. Pasta ist dabei nicht Beilage. Sie ist Bühne.

Trendspotting München

Dry January: Vom Monatsphänomen zum Branchenstandard

Dry January ist längst kein Verzichtsmonat mehr. Er ist ein Seismograf. Für veränderte Gästewünsche. Für bewusstere Konsummuster. Für eine neue Ästhetik des Genusses. Wer 2026 noch glaubt, alkoholfreie Drinks seien bloß Limonade im Kristallglas, hat den Trend nicht verstanden. In der Bar Montez im Rosewood Munich zeigt Bar Manager Mario Sel, wie anspruchsvoll, strukturiert und gastronomisch relevant alkoholfreie Kreationen heute sein können und warum sie längst ein strategischer Bestandteil zeitgemäßer Barkultur sind.

quick & dirty
Eleplant hat eine limitierte T-Shirt-Kollektion vorgestellt. Foto beigestellt
Veganuary 2025

Mit dem Start des Veganuary 2025 richten sich erneut viele Blicke auf die pflanzliche Ernährung. Doch was macht diesen Monat so besonders? Von innovativen Kampagnen über kreative Restaurantkonzepte bis hin zu beeindruckenden Gourmet-Erlebnissen – wir beleuchten, warum der Veganuary längst mehr als ein Trend ist und welche Bedeutung er für Gastronom:innen und Konsument:innen hat.