The Personal Touch

Italienische Rituale, erzählt von den Menschen hinter Portrait Hotels
© Portrait Hotels and Resorts
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6. Juli 2026 | 
Ludovica Ceschi

Mit der neuen fortlaufenden Editorial-Serie „The Personal Touch“ richtet Portrait Hotels den Blick auf jene Persönlichkeiten, die den Charakter der Häuser in Mailand, Florenz und Rom prägen: Hosts, Concierges, Köche, Bartender oder Mitglieder des Lifestyle Teams, deren Geschichten, Rituale und lokale Perspektiven Teil der Portrait Experience werden.

Im Mittelpunkt stehen persönliche Einblicke, italienische Alltagskultur und jene kleinen Gesten, die aus einem Aufenthalt mehr als nur eine Reise machen. Statt ausschließlich Orte zu zeigen, erzählt die Serie von Menschen, Erinnerungen und Traditionen, die das italienische Lebensgefühl ausmachen.

Eine Reise durch die Rituale, Gesten und Begegnungen, die Italien prägen

Die erste Ausgabe widmet sich den italienischen Ritualen eines ganzen Tages: vom ersten Duft der Moka am Morgen über lange Mittagessen und den Aperitivo bei Sonnenuntergang bis hin zur Mitternachts-Spaghettata in Mailand. Erzählt werden diese Momente von den Menschen hinter Portrait Hotels, deren persönliche Perspektiven und Geschichten die Häuser prägen.

Im Italienischen gibt es für Gast und Gastgeber nur ein einziges Wort: ospite. Es beschreibt eine Form von Gastfreundschaft, bei der die Beziehung zwischen Menschen wichtiger ist als die Rollen selbst. Genau diese Haltung prägt auch die Portrait Experience.

Für Simone Thomas Bisin, F&B Operations Manager im Portrait Milano, bedeutet Gastfreundschaft vor allem Aufmerksamkeit, Intuition und das Gefühl, Menschen willkommen zu heißen, noch bevor Wünsche ausgesprochen werden. Für ihn entsteht echte Hospitality in den kleinen Gesten: in einem ehrlichen Lächeln, in Erinnerung an persönliche Vorlieben oder in der Fähigkeit, präsent zu sein, ohne sich in den Vordergrund zu stellen. Es gehe darum, Menschen Teil von etwas Persönlichem und Menschlichem werden zu lassen. Etwas, das sich wie Zuhause anfühlt.

07:30 – Der Duft der Moka am Morgen

In den Häusern von Portrait Hotels beginnt der Tag langsam. Wie ein italienischer Sonntagmorgen zuhause: mit Brot und Marmelade, hausgemachten Kuchen, frischem Gebäck und dem Duft von Kaffee aus der Moka, der den Raum erfüllt und die Sinne weckt. Es sind Momente ohne Eile. Momente zum Bleiben, Reden und Genießen.

Die Frühstücksbuffets im Portrait Milano, Portrait Firenze und Portrait Roma orientieren sich an vertrauten italienischen Geschmäckern und hausgemachten Rezepten: Torta Paradiso, Veneziana, Maritozzi, Crostata mit roten Früchten oder klassische Schokoladenkuchen wie Tenerina oder Capri. Tageslicht, ruhige Atmosphäre und der Blick auf die Stadt schaffen dabei eine besondere Ruhe mitten im urbanen Leben.

Dabei steht vor allem die Moka für ein Stück italienischen Alltag. In den Restaurants von Portrait Hotels wird sie direkt an den Tisch gebracht, so wie zuhause. Der Duft, das Geräusch und die Geste des Einschenkens werden Teil des Erlebnisses. Es geht nicht nur um Kaffee, sondern um Erinnerungen, Emotionen und das Gefühl echter italienischer Kultur.

Giuliana Piredda, Breakfast Manager im 10_11 Bar Giardino Ristorante des Portrait Milano, stammt aus Sardinien, einer Region Italiens, die für ihre besondere Lebensqualität bekannt ist. Nach mehreren Jahren in Großbritannien kehrte sie nach Italien zurück und verantwortet heute das Frühstückserlebnis für Gäste und Besucher im 10_11.

„Nach acht Jahren in London besteht mein perfektes Frühstück definitiv aus herzhaften Dingen: Eier, knuspriger Bacon, Avocado und geröstetes dunkles Brot. Aber wenn ich an das Frühstück denke, das sich für mich wirklich italienisch anfühlt, dann ist es ganz einfach Brot mit Butter und Marmelade. Am besten mit warmen fette biscottate, damit die Butter leicht schmilzt, dazu eine Marmelade mit echten Fruchtstücken und natürlich eine heiße Tasse Moka-Kaffee.“

13:00 – Ein Teller Pasta und das italienische Lebensgefühl

In Italien ist Pasta weit mehr als nur ein Gericht. Sie steht für gemeinsame Zeit, Gespräche und Rituale, die Menschen verbinden. Im Portrait Roma beginnt dieses Erlebnis bereits auf dem Markt. Gäste besuchen gemeinsam mit dem Team lokale Produzenten und wählen Zutaten für klassische römische Pastagerichte wie Carbonara, Cacio e Pepe, Gricia oder Amatriciana aus, bevor die Rezepte auf der exklusiven Rooftop-Terrasse zubereitet werden.

Alessia Recalchi, Breakfast Manager im Portrait Roma, wurde in Rom geboren und kennt die Stadt bis in ihre kleinsten Details. Mit ihrem natürlichen Gespür für Gastfreundschaft und ihrer Liebe zur italienischen Küche prägt sie das tägliche Leben im Haus. Wenn sie nicht arbeitet, kocht sie, geht laufen oder entdeckt neue kulinarische Orte der Stadt. „Unser Erlebnis ist tief in Rom verwurzelt und bringt einige der beliebtesten Spezialitäten der Stadt direkt auf den Tisch unserer Gäste“

Auch im Portrait Firenze wird Pasta Teil eines typisch italienischen Rituals. Fare la scarpetta, also mit einem Stück Brot die letzten Tropfen Sauce vom Teller aufzunehmen, gehört in Italien zu den kleinen Gesten echter Genusskultur. Im Caffè dell’Oro wird dieses Ritual mit regionalen Zutaten aus der Toskana interpretiert: Spaghetti mit toskanischen Tomaten, Kräutern, Ricotta, Knoblauch und Olivenöl aus der Region.

19:00 – Die goldene Stunde des Aperitivo

Wenn die Sonne langsam über Florenz untergeht, taucht das Caffè dell’Oro im Portrait Firenze in goldenes Licht. Mit Blick auf den Ponte Vecchio wird der Aperitivo hier zu einem täglichen Ritual des Zusammenseins. Klassische Cocktails, ausgewählte Weine und kleine Gerichte wie die ikonischen Anytime Fries schaffen Momente, die weniger vom Tempo als vom Augenblick leben.

Auch im Portrait Milano gehört der Aperitivo fest zur Mailänder Kultur. Im 10_11 Bar bewegt sich täglich der Aperitivo-Trolley zwischen den Tischen, begleitet von Gesprächen, Musik und dem Duft frisch gemixter Drinks. Direkt vor den Gästen entstehen Klassiker wie Negroni, Americano oder Spritz.

Verantwortlich für dieses Erlebnis ist Bar Manager Daniel Selby, der in Mailand in einer Familie von Bartendern aufgewachsen ist. Nach Stationen in Mailand und sechs Jahren im renommierten Connaught Bar in London verbindet er heute internationale Cocktailkultur mit der Eleganz des traditionellen Mailänder Aperitivo.

Im Portrait Roma wird der Aperitivo wiederum ruhiger und privater interpretiert. Die Rooftop-Terrasse mit Blick über die Dächer Roms erinnert eher an ein elegantes Wohnzimmer als an eine klassische Bar. Signature Cocktails wie der „Roof Flower“ oder der alkoholfreie „Portrait Mule“ begleiten entspannte Abende unter dem römischen Himmel.

23:45 – Die Mitternacht Spaghettata

Wenn der Abend im 10_11 Bar in Mailand langsam in die Nacht übergeht, beginnt eines der wohl italienischsten Rituale überhaupt: die Spaghettata di Mezzanotte.

Zwischen Musik, Cocktails und Gesprächen erscheint plötzlich ein einfacher Klassiker auf den Tischen: Spaghetti Aglio, Olio e Peperoncino. Ein Gericht, das in Italien seit Generationen zu langen Nächten mit Freunden gehört. Jemand bekommt Hunger, jemand schlägt Pasta vor, alle machen mit.

Kurz vor Mitternacht erfüllt der Duft von Knoblauch, Olivenöl und Chili den Raum. Gäste drehen ihre Spaghetti, lachen weiter, bestellen noch einen Drink und lassen den Abend ohne Eile ausklingen.

So endet der Tag bei Portrait Hotels: nicht mit Perfektion oder Inszenierung, sondern mit jener entspannten Form von italienischer Gastfreundschaft, die aus einfachen Ritualen besondere Erinnerungen macht.

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George Papazacharias im Restaurant Ikarus

Der Delta-Effekt erreicht den Hangar-7

Im Juli 2026 bringt George Papazacharias, Chef des gefeierten Restaurants Delta in Athen, seine Interpretation moderner griechischer Küche nach Salzburg. Im Restaurant Ikarus im Hangar-7 zeigt er, warum Griechenland kulinarisch längst mehr ist als Moussaka, Souvlaki und Urlaubserinnerung und wie radikal zeitgemäß Herkunft schmecken kann.

„Dings“ als Hidden Champion

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Buchtipp: Einfach Bau

Sterneküche für Zuhause, ohne Abkürzungen

Dieses Buch ist kein Versprechen, sondern eine Einladung. Einfach Bau zeigt, wie sich das Denken der Drei-Sterne-Küche in den eigenen Alltag übersetzen lässt – nicht durch Vereinfachung, sondern durch Verständnis. Sarah und Christian Bau öffnen erstmals gemeinsam die Tür zu ihrer kulinarischen Welt und geben Einblick in eine Küche, die seit zwei Jahrzehnten Maßstäbe setzt: präzise, diszipliniert, zugleich offen für Neugier und Weiterentwicklung.

Was sofort auffällt: Die Rezepte sind klar strukturiert, logisch aufgebaut und von einem didaktischen Anspruch getragen, der ambitionierte Hobbyköch:innen ernst nimmt. Ob Miso-Aubergine mit Erdnuss, Garnelen mit Sesam-Brokkolini und Pak Choi oder eine Apfel-Tarte mit japanischem Rum – jedes Gericht erzählt vom Spannungsfeld zwischen klassischer französischer Schule und der japanisch geprägten Aromatik, für die Christian Bau international geschätzt wird. Gleichzeitig ist Sarah Bau als prägende Stimme deutlich spürbar: präzise, modern, mit feinem Gespür für Balance und Textur.

INFO
Einfach Bau – Sternküche für Zuhause
Autor:innen: Sarah Bau, Christian Bau
Fotografie: Markus Bassler (The Food Eye)
Verlag: DK Verlag
Umfang: 272 Seiten
ISBN: 978-3-8310-5081-9
Preis: € 36,00
Erscheinungsdatum: Oktober 2025

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Spaghettata di Mezzanotte © Portrait Hotels and Resorts
The Personal Touch

Mit der neuen fortlaufenden Editorial-Serie „The Personal Touch“ richtet Portrait Hotels den Blick auf jene Persönlichkeiten, die den Charakter der Häuser in Mailand, Florenz und Rom prägen: Hosts, Concierges, Köche, Bartender oder Mitglieder des Lifestyle Teams, deren Geschichten, Rituale und lokale Perspektiven Teil der Portrait Experience werden.

Im Mittelpunkt stehen persönliche Einblicke, italienische Alltagskultur und jene kleinen Gesten, die aus einem Aufenthalt mehr als nur eine Reise machen. Statt ausschließlich Orte zu zeigen, erzählt die Serie von Menschen, Erinnerungen und Traditionen, die das italienische Lebensgefühl ausmachen.