
Beginnen wir mit einem kleinen Kommunikationstest. Ohne Rangliste. Höchstens mit der Frage: Wie gut hören wir eigentlich hin oder wie präzise formulieren wir?
Was bedeutet:
„Ist schon okay.“ (Echte Gelassenheit – oder ein verkapptes: „Eigentlich gar nicht?“)
„Meld dich einfach.“ (Locker gemeint – oder höflich verpacktes Desinteresse?)
„Ich hab gerade viel um die Ohren.“ (Ehrliche Überforderung – oder sanfte Abgrenzung?)
„War interessant.“ (Neugier – oder diplomatisches Fiesback?)
„Passt für mich.“ (Zustimmung – oder stilles Nachgeben?)
„Alles gut bei dir?“ (Floskel im Vorbeigehen – oder echte Sorge?)
„Kein Stress.“ (Entspannt gemeint – oder passiv-aggressiv: „Jetzt ist es sowieso zu spät?“)
„Schon gut.“ (Versöhnung – oder das Ende eines Gesprächs, das nie richtig begonnen hat?)
Ohne Kontext sind solche Sätze oft schwer zu deuten. Stimme, Mimik und Situation geben auf jeden Fall noch wertvolle Hinweise. Aber sicher ist: Alltagskommunikation ist ein Minenfeld und voller Zwischentöne. Und genau dort entstehen Missverständnisse.
Nein, nicht wegen der Missverständnisse. Sondern: der Mai ist ein Beziehungsmonat. Beziehungen zeigen sich selten nur in den grossen Gesprächen. Sie zeigen sich in den kleinen Momenten dazwischen. In der Nachricht, die vielleicht kühler wirkt als gemeint. Im „Ist schon okay“, das eben nicht okay ist. Im „Wir reden später“, das dann im Alltag versandet. Oder auch wärmer, wie z.B. ein längerer Blick im Strassencafé. Eine spontane Einladung nach der Arbeit: „Kommst du noch mit?“ Ein „Wir müssten mal wieder …“, das diesmal tatsächlich eingelöst wird.
Vielleicht ist genau das die Einladung dieses Monats: genauer hinhören. Nicht nur auf das, was gesagt wird. Sondern auf das, was mitschwingt. Und vielleicht auch genauer sprechen. Nicht nur senden, was gerade rausrutscht. Sondern sagen, was wirklich gemeint ist.
Weil: Kommunikation ist Beziehung. Und der Mai erinnert uns daran, diese auch im Alltag sorgfältig und im Detail bewusst zu pflegen.
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Beginnen wir mit einem kleinen Kommunikationstest. Ohne Rangliste. Höchstens mit der Frage: Wie gut hören wir eigentlich hin oder wie präzise formulieren wir?