Hausmannskost reloaded

Warum moderne Interpretationen traditioneller Gerichte so erfolgreich sind
© Wiener Genuss Knödel
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Alexandra Gorsche © Conny Leitgeb Photography
13. März 2025 | 
Alexandra Gorsche

Österreichs Küche steht für Bodenständigkeit, Geschmack und Tradition. Doch während die klassische Hausmannskost von Wiener Schnitzel bis Kaiserschmarrn stets beliebt bleibt, zeigt sich ein spannender Trend: Immer mehr Gastronom:innen wagen den kreativen Spagat zwischen Altbewährtem und Neuinterpretation – mit großem Erfolg.

Ein Beweis dafür sind die Gewinner:innen der Lieferando Awards 2024: Das Wiener Genuss Knödel wurde als „Innovativstes Restaurant“ ausgezeichnet, während das Heurigenrestaurant Wittmann sich als bestes österreichisches Restaurant durchsetzen konnte. Doch was macht moderne Hausmannskost so begehrt? Und erleben wir eine Renaissance der österreichischen Küche?

Klassiker neu gedacht: Die Erfolgsformel der Wiener Genuss Knödel

Knödel sind ein kulinarisches Kulturgut in Österreich – doch bei Wiener Genuss Knödel werden sie auf eine neue Ebene gehoben. Ob pikant, süß oder fruchtig: Hier werden die traditionellen Teigkugeln mit kreativen Füllungen versehen und in moderne Geschmackswelten geführt. Das Konzept zeigt: Tradition und Innovation müssen sich nicht ausschließen, sondern können sich perfekt ergänzen.

Doch was macht ein Gericht innovativ? Der Erfolg liegt in der Kombination aus bekannten Aromen und neuen Interpretationen. Während klassische Knödel oft mit Marillen oder Grammeln serviert werden, überrascht Wiener Genuss Knödel mit Kreationen wie Hot&Spicy – drei Käsesorten, Jalapenos und Chilli –, Mediterran – Paprika, Feta Käse und Oliven – oder süßen Varianten wie Red Velvet mit Himbeere und Mascarpone. Damit spricht das Restaurant nicht nur Liebhaber:innen traditioneller Küche an, sondern auch eine neue Generation von Foodies, die auf kreative Geschmackserlebnisse setzt.

Heurigenkultur im Wandel – das Revival der Wirtshausküche?

Das Heurigenrestaurant Wittmann zeigt, dass authentische österreichische Küche zeitlos bleibt – wenn sie mit der richtigen Strategie geführt wird. Neben bodenständigen Klassikern bietet das Restaurant auch eine fein abgestimmte Auswahl an modernen Gerichten mit regionalen Zutaten. Dieser Ansatz verbindet das Beste aus beiden Welten: Heimatverbundenheit und ein Hauch von zeitgemäßer Raffinesse.

Der Erfolg des Wittmann-Heurigen steht sinnbildlich für eine breitere Bewegung: Junge Gastronom:innen setzen vermehrt auf traditionelle Gerichte, verzichten aber bewusst auf angestaubte Inszenierungen. Der Fokus liegt auf hochwertigen, regionalen Produkten und einem modernen, oft minimalistischen Ambiente – eine bewusste Abkehr von schweren Holzmöbeln und überladenen Speisekarten.

Warum ist die moderne Hausmannskost so gefragt?

Dafür gibt es mehrere Gründe:

  1. Nostalgie trifft auf Abenteuerlust – Menschen lieben den Geschmack ihrer Kindheit, wollen aber gleichzeitig Neues entdecken.
  2. Regionalität & Qualität – Die Nachfrage nach nachhaltigen, lokal produzierten Lebensmitteln ist höher denn je.
  3. Social-Media-Tauglichkeit – Traditionelle Gerichte mit einem modernen Twist sind visuell ansprechend und ideal für Instagram & Co.
  4. Flexibilität in der Küche – Klassische Rezepte lassen sich vielseitig variieren und an aktuelle Ernährungstrends (vegan, glutenfrei, proteinreich) anpassen.

 

Unser Fazit für die Zukunft: Eine kulinarische Zukunft mit Wurzeln

Die Erfolge von Wiener Genuss Knödel und dem Heurigenrestaurant Wittmann zeigen: Die österreichische Küche erlebt ein Revival – aber nicht in ihrer ursprünglichen, sondern in einer weiterentwickelten Form. Traditionelle Speisen werden modern inszeniert, handwerkliche Qualität bleibt dabei das zentrale Element.

Hausmannskost 2.0 ist mehr als ein Trend – sie ist ein Statement für Geschmack, Heimatgefühl und Innovation. Und damit dürfte dieser kulinarische Wandel noch lange nicht am Ende sein.

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Die Wahrheit liegt im Teig

Was eine gute Pizza ausmacht: Lektionen vom Ersten Wiener Pizzaverein

Pizza ist das demokratischste aller Gerichte. Jede:r hat eine Meinung dazu, fast alle glauben, sie zu verstehen – und doch scheitern erschreckend viele an diesem kulinarischen „Allgemeinbesitz“. In Wien wie auch darüber hinaus sprießen neapolitanische Pizzerien inzwischen aus dem Boden, exzellente Vertreter wie auch jene, deren Interesse an guter Pizza ein jähes Ende findet. Quantität ist bekanntlich nicht gleich Qualität. Oder, um es mit Martin Albrich vom Ersten Wiener Pizzaverein zu sagen: Pizza ist Brot. Und Brot verzeiht nichts.

Bienenwachstuch trifft Brotkultur

Zero-Waste für Profis & Gäste

Die österreichische Marke Kumanu zeigt, wie Kreislaufdenken im Alltag aussehen kann – und macht den Verzicht auf Plastik praktisch und ästhetisch. Mit ihren Bienenwachstüchern „Frischefritz“ sowie den Brot- und Snackbeuteln „Krümelkarl“ und „Pausenpaul“ liefert sie der Branche eine durchdachte Lösung, um Lebensmittel länger frisch zu halten – ganz ohne Plastik oder Alufolie.

Die Produkte bestehen aus GOTS-zertifizierter Bio-Baumwolle, Bio-Bienenwachs aus Österreich & Deutschland und Baumharz aus traditioneller Pecherei – eine Kombination, die antibakteriell wirkt und gleichzeitig natürliche Haltbarkeit garantiert.

Leonardo Hotels Cleanup Days

Gemeinsam für eine saubere Nachbarschaft

Leonardo Hotels erweitert sein Engagement und macht aus dem World Cleanup Day 2025 eine europäische Bewegung: In 12 Ländern beteiligen sich Mitarbeitende aus 140 Hotels an Aufräumaktionen – von Berlin bis Bukarest, von London bis Rom. Statt eines einzigen Tages wurde der Zeitraum auf zehn Tage ausgeweitet, um möglichst vielen Teams die Teilnahme zu ermöglichen.

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Red Velvet Knödel © Wiener Genuss Knödel
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