
„Tschuldigung“ oder „war nicht so gemeint“ – wirklich? Oder eher so, wie man sich heute oft entschuldigt: „Sorry, passt schon“. Oder das offizielle Politiker- und Manager-Statement: „falls Sie sich angegriffen gefühlt haben sollten, entschuldige ich mich in aller Form“.
Das klingt gerne einmal nach Absicherung: man entschuldigt sich für den Fall, dass der andere es so empfunden hat. Manche hören darin ein bisschen: „Ich weiß nicht, ob ich etwas falsch gemacht habe – aber wenn du’s so empfunden hast…“
Dabei wäre es so einfach. Eine brauchbare Entschuldigung besteht aus drei Elementen: erstens einem klaren Satz „Ich habe dich verletzt“ oder „Es tut mir leid“, zweitens einem Besitzanspruch „Das war mein Fehler“ oder „das wollte ich nicht“ und drittens vielleicht noch die Frage, die weh tut, weil sie ehrlich ist: „Was brauchst du jetzt?“
Natürlich ist ein Risiko vorhanden. Wer sich richtig entschuldigt, verliert kurz die Deutungshoheit. Man kann sich nicht gleichzeitig verbeugen und recht behalten. Genau darum sind Alibi-Entschuldigungen so beliebt: Sie beruhigen das Gegenüber, ohne die eigene Komfortzone zu verlassen.
Vielleicht zeigt sich Glaubwürdigkeit genau dort am stärksten: nicht in der Perfektion, sondern in der Bereitschaft, für das eigene Unperfektsein auch wirklich einzustehen.
Rom erschließt sich am besten über den Teller. Zu Gast in Rom ist weniger klassisches Kochbuch als kulinarischer Stadtspaziergang – geführt von Stefan Maiwald und visuell getragen von Andrea Di Lorenzo. Zwischen Antipasti und Dolci entfaltet sich die römische Küche als gelebte Kultur: ehrlich, reduziert und tief verwurzelt.
Neben ikonischen Rezepten wie Cacio e Pepe, Carciofi alla Romana oder Saltimbocca öffnet das Buch Türen zu versteckten Trattorien, Märkten und Cafés, die fernab touristischer Routen liegen. Anekdoten, historische Einordnungen und präzise Insidertipps machen klar, warum Essen in Rom immer auch Identität ist. Ein Band, der Reise und Küche verbindet – und Lust macht, Rom mit allen Sinnen zu erleben, vor Ort wie zu Hause.
INFO
Zu Gast in Rom
Autor: Stefan Maiwald
Fotografie: Andrea Di Lorenzo
Verlag: Callwey
Umfang: 224 Seiten
ISBN: 978-3-7667-2822-7
Preis: € 45,00
Erscheinung: September 2025
Buchweizen, in Südkärnten liebevoll Hadn genannt, ist eines dieser Produkte, die leise verschwunden sind – und nun mit neuer Selbstverständlichkeit zurückkehren. HADN – Das Buchweizen Kochbuch widmet sich diesem fast vergessenen Kraftkorn mit bemerkenswerter Konsequenz: kulinarisch, kulturell und regional verankert.
Gemeinsam mit der Tourismusregion Klopeiner See – Südkärnten – Lavanttal begibt sich Foodexpertin und Redakteurin cookingCatrin (Catrin Ferrari-Brunnenfeld) auf eine Reise zu den Wurzeln des Kärntner Hadn. Das Buch verbindet über 55 kreative süße und pikante Rezepte mit fundiertem Hintergrundwissen – vom Anbau über die Geschichte bis hin zur heutigen Bedeutung als glutenfreies, nährstoffreiches Superfood. Hadn wird dabei nicht nur als Mehl gedacht, sondern ebenso als Grieß oder Reis: modern interpretiert, alltagstauglich und überraschend vielseitig.
INFO
HADN – Das Buchweizen Kochbuch
Autor:innen: Catrin Ferrari-Brunnenfeld (cookingCatrin)
Herausgeber: Tourismusregion Klopeiner See – Südkärnten – Lavanttal / KSL Tourismus Marketing GmbH
Umfang: 180 Seiten
ISBN: 978-3-200-09933-3
Preis: € 24,90
Erscheinungsdatum: September 2025
Mit der neuen fortlaufenden Editorial-Serie „The Personal Touch“ richtet Portrait Hotels den Blick auf jene Persönlichkeiten, die den Charakter der Häuser in Mailand, Florenz und Rom prägen: Hosts, Concierges, Köche, Bartender oder Mitglieder des Lifestyle Teams, deren Geschichten, Rituale und lokale Perspektiven Teil der Portrait Experience werden.
Im Mittelpunkt stehen persönliche Einblicke, italienische Alltagskultur und jene kleinen Gesten, die aus einem Aufenthalt mehr als nur eine Reise machen. Statt ausschließlich Orte zu zeigen, erzählt die Serie von Menschen, Erinnerungen und Traditionen, die das italienische Lebensgefühl ausmachen.
„Tschuldigung“ oder „war nicht so gemeint“ – wirklich? Oder eher so, wie man sich heute oft entschuldigt: „Sorry, passt schon“. Oder das offizielle Politiker- und Manager-Statement: „falls Sie sich angegriffen gefühlt haben sollten, entschuldige ich mich in aller Form“.