
Was ist das? Technisch kaum notwendig, laut und entsprechend sozial höchst verdächtig und erlebt im Februar seinen zweiten Frühling bzw. Herbst? Genau – es ist der Laubbläser! Einst erfunden, um herbstliches Laub von den Strassen irgendwo hinzublasen, wo selbiges im besten Fall vielleicht weniger stört. Aktuell erlebt besagtes Gerät einen unerwarteten Weckruf aus dem Winterschlaf. Man braucht ihn um Konfetti nach dem Fasnachtsumzug zu verblasen. Das mag den Controller freuen, eine „sagenhaft teure“ Maschine in der halben Zeit amortisieren zu können. Die Nachbarn erquicken sich dessen wohl weniger.
Was hat das mit Kommunikation zu tun? – Nun, beim Wort „Bläser“ kamen mir spontan weitere Bedeutungen in den Sinn. Da ist der Bläser in der Musikgesellschaft, der Bläser, der Farbe trocknet usw. Ich bin sicher, dass ihnen noch weitere, seriöse Beispiele in den Sinn kommen.
Man sieht es bei diesem Wort: Kommunikation macht erst Sinn, wenn der Kontext dazu genommen wird. Wir leben in einer Zeit, in der alles gesagt wird – nur häufig nicht im Zusammenhang. Ein Satz, ein Screenshot, ein halber Gedanke reichen aus, um zuverlässig Empörung zu erzeugen. Kontext? Gilt inzwischen als überflüssiger Luxus. Dabei ist Kontext das, was aus Information überhaupt erst Bedeutung macht. Ohne ihn bleibt Kommunikation akustischer Feinstaub. Ironie ohne Tonfall wird zur Beleidigung, Kritik ohne Situation zur Kränkung, eine Zahl ohne Einordnung zur Schlagzeile. Man scrollt, urteilt, teilt – vorzugsweise im Affekt. Hauptsache, es ist laut genug, um die eigene Aufmerksamkeit zu rechtfertigen.
In digitalen Räumen ist Kontext oft unerwünscht. Zeichenbegrenzungen, Algorithmen und Aufmerksamkeitsökonomie belohnen das Weglassen, nicht das Erklären. Differenzierung kostet Reichweite, Zuspitzung bringt Klicks. Der Diskurs gleicht damit zunehmend einer schlecht gewarteten Grünfläche: viel Gebläse, wenig Ordnung, am Ende liegt das Laub trotzdem überall. Damit wird gerade auch Weltpolitik kommuniziert.
Wer Kontext verweigert, kommuniziert nicht klar, sondern bequem. Vielleicht sollten wir uns öfter fragen, bevor wir sprechen oder teilen: Erkläre ich gerade – oder blase ich nur Lärm in die Gegend?
In nur zweieinhalb Jahren hat sich Ben Schütz Schritt für Schritt vom Demi Chef über den Chef de Partie bis hin zum Sous Chef hochgearbeitet, bevor er 2025 die Verantwortung als Küchenchef übernommen hat. Im Interview erzählt er, wie ihm dieser außergewöhnliche Erfolg gelungen ist, was das Arbeiten an Bord für ihn so besonders macht und warum er jungen Köchinnen und Köchen empfiehlt, den Schritt aufs Schiff zu wagen.
Die internationale Gastronomieszene öffnet erneut ihre Türen für den Nachwuchs: The World’s 50 Best Restaurants hat die Bewerbungsphase für das „50 Best Restaurants Scholarship“ 2026 gestartet. In Kooperation mit Parmigiano Reggiano richtet sich das Programm an junge Köch:innen, die am Beginn ihrer Karriere stehen.
Was ist das? Technisch kaum notwendig, laut und entsprechend sozial höchst verdächtig und erlebt im Februar seinen zweiten Frühling bzw. Herbst? Genau – es ist der Laubbläser! Einst erfunden, um herbstliches Laub von den Strassen irgendwo hinzublasen, wo selbiges im besten Fall vielleicht weniger stört. Aktuell erlebt besagtes Gerät einen unerwarteten Weckruf aus dem Winterschlaf. Man braucht ihn um Konfetti nach dem Fasnachtsumzug zu verblasen. Das mag den Controller freuen, eine „sagenhaft teure“ Maschine in der halben Zeit amortisieren zu können. Die Nachbarn erquicken sich dessen wohl weniger.