Romantik trifft Verantwortung

Wie ein Wiener Traditionshaus zeigt, was Stadthotellerie heute leisten kann
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Alexandra Gorsche © Conny Leitgeb Photography
30. Juni 2025 | 
Alexandra Gorsche

Vom Liebesurlaub bis zum Businessmeeting: Der Kaiserhof Wien verbindet Historie, Gastfreundschaft und Nachhaltigkeit auf beeindruckende Weise. Ein Vorbild für die Branche.

Traditionshaus als Inspirationsquelle

Kaiserlich frühstücken, grün übernachten und sich zwischen Stephansdom und Staatsoper wie zu Hause fühlen – der Kaiserhof Wien schafft den Spagat zwischen Wiener Romantik, moderner Tagungskultur und echter Nachhaltigkeit. Was das Traditionshaus zur Inspirationsquelle für Gastgeber:innen macht – und welche Learnings die Branche daraus ziehen kann.

1. Stadthotellerie mit Seele: Wie Tradition Gäste berührt

Der Trend ist eindeutig: Reisende suchen nach Sinn, Authentizität und Erlebnissen, die über Standard hinausgehen. In der Stadthotellerie entscheidet oft der erste Eindruck – und der letzte Eindruck über nachhaltige Begeisterung. Der Kaiserhof Wien, ein privat geführtes Vier-Sterne-Haus im Herzen der Donaumetropole, liefert in diesem Spannungsfeld ein Paradebeispiel: Historische Substanz trifft hier auf persönliche Betreuung, architektonische Eleganz auf moderne Gästeansprache – und das Ganze wird flankiert von einem hohen Maß an Nachhaltigkeit und Servicequalität.

2. Urban Romance & Zeitgeist: Wie man Aufenthalte emotional auflädt

Mit Angeboten wie dem „Dreams & Roses“-Paket schafft der Kaiserhof Wien gezielt emotionale Mehrwerte: romantisch dekorierte Zimmer, Champagner zur Begrüßung, hausgemachte Torte, Late-Check-Out – alles mit einem Auge fürs Detail und einer klaren Zielgruppenansprache.

Gerade in Zeiten, in denen Reisende Inspiration auf Social Media suchen, sind solche Inszenierungen wertvolle Storylines – sowohl für Gäste als auch für die Markenpositionierung. Wer sich als Hotel profilieren will, darf nicht nur Betten verkaufen, sondern Erinnerungen stiften.

3. Green Rate & Goldenes Flipchart: Wie Nachhaltigkeit und MICE ineinandergreifen

Der Kaiserhof zeigt, wie nachhaltige Stadthotellerie auch ohne Bio-Landwirtschaft funktioniert: Mit der Green Rate werden Gäste belohnt, die während ihres Aufenthalts auf tägliche Reinigung verzichten. Der Impact: geringerer Wasser- und Energieverbrauch, reduzierter Chemikalieneinsatz – und ein klares Signal, dass auch klassische Stadthotels klimaintelligent agieren können.

Zugleich beweist das Haus seine Kompetenz im Businessbereich: Mit dem „Goldenen Flipchart“ ausgezeichnet, positioniert sich der Kaiserhof als Top-Seminaradresse in Wien. Die Kombination aus professioneller Veranstaltungsbetreuung, Gründerzeit-Architektur und zentraler Lage überzeugt Tagungsveranstalter ebenso wie anspruchsvolle Trainer:innen.

Doppelstrategie mit Vorbildcharakter: Freizeit- und Geschäftsreisende werden mit unterschiedlicher, aber gleichermaßen konsequenter Ansprache abgeholt – ohne Bruch in der Markenidentität.

4. Digitale Sichtbarkeit & Gästestimmen als Währung der Zukunft

Mit der TripAdvisor-Auszeichnung „Best of the Best 2025“ zählt das Hotel zu den beliebtesten Stadthotels weltweit. Warum das wichtig ist? Weil Onlinebewertungen längst zur wichtigsten Buchungswährung geworden sind – nicht nur für Privatgäste, sondern auch für Geschäftsreisende und Travel Manager. Der Schlüssel liegt in kontinuierlich gelebter Gastfreundschaft, individueller Betreuung und stimmiger Kommunikation – on- wie offline.

Fazit für die Branche: Was wir vom Kaiserhof Wien lernen können

Der Erfolg des Kaiserhof Wien basiert nicht auf lauten Kampagnen, sondern auf stiller Klasse, wertorientierter Führung und einem klarem Markenversprechen: Wer hier eintritt, spürt Wiener Seele – und bleibt gern länger.

Drei Learnings für Gastgeber:innen:

  1. Gastfreundschaft ist keine Floskel, sondern ein Prozess, der konsequent gelebt werden muss – im Team, im Ton und im täglichen Tun.
  2. Nachhaltigkeit beginnt im Kleinen – mit ehrlichen Angeboten und nachvollziehbarem Impact.
  3. Emotion schlägt Ausstattung – gerade in der Stadthotellerie sind Persönlichkeit, Atmosphäre und Storytelling entscheidend.

Der Kaiserhof Wien zeigt: Wer Herz, Haltung und Qualität vereint, gewinnt nicht nur Auszeichnungen – sondern auch Vertrauen.

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Buchtipp: Lasagne, Moussaka und Co. – Das Glück in Schichten

Ilse Fischers „Lasagne, Moussaka und Co.“ ist eine kulinarische Europareise im Auflaufformat

Man unterschätzt Aufläufe. Sie gelten oft als gemütlich, sättigend, ein bisschen altmodisch – dabei sind sie eigentlich kulinarische Erzählformen. Genau hier setzt Ilse Fischer an. Lasagne, Moussaka und Co.: Das Glück in Schichten ist kein weiteres „Lasagne-Buch“, sondern eine Sammlung kultureller Identitäten, geschichtet in Teig, Gemüse, Saucen und Erinnerungen.

Was dieses Buch von klassischen Rezeptsammlungen unterscheidet, ist sein Blick auf das Prinzip des Schichtens. Fischer zeigt: Ob italienische Vincisgrassi, griechisches Pastitsio, elsässischer Baeckeoffe oder savoyardische Tartiflette – überall in Europa werden Zutaten übereinandergelegt, miteinander verwoben, im Ofen zu etwas Größerem verbunden. Es geht um mehr als Technik. Es geht um Herkunft, Klima, Verfügbarkeit, Esskultur.

INFO:
Lasagne, Moussaka und Co. – Das Glück in Schichten
Autorin: Ilse Fischer
Illustrationen: Gudy Steinmill-Hommel
Verlag: Christian Verlag GmbH
Erscheinungsdatum: November 2025
Umfang: 256 Seiten
Einband: Gebundene Ausgabe
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3-9895101-6-6

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Hotel Kaiserhof Wien, Foto beigestellt
Romantik trifft Verantwortung

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