Naturgewalt Winzervereinigung

Jährlich füllen die Eruption Winzer gemeinsam Flaschen mit dem Besten, was das Vulkanland zu bieten hat, ab
Karl Schrotter
Karl Schrotter
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2. Dezember 2024 | 
Alexandra Embacher

Wenn es knallt, dann bei den steirischen Eruption Winzern so richtig: Kein Streit, das laute Ploppen der Korken ist natürlich gemeint. Denn die Winzervereinigung stellte die Eruption Brut 2021 beim Sektgeflüster im Weinschloss Thaller vor. Ein rauschendes Fest, welches das Gemeinsame und gleichzeitig auch das Unterschiedliche der Vereinigung in den Mittelpunkt stellt.

Im Anderssein steckt eine Chance

„Unter Druck entstehen Diamanten“ – zeigen die neun Winzer:innen aus dem Vulkanland mit ihrer neuen Eruption Brut 2021. Was bei ihnen in die Flasche und später ins Glas kommt, hält, was diese Weinregion verspricht. Mit dem Status quo zufriedengeben, dafür stehen die Eruption Winzer nicht: „Gemeinsam wollen wir die Region weiterentwickeln“, betont Obmann Alois Gollenz. „Das geht nur auf der Basis von gegenseitigem Respekt und der Erkenntnis, dass im Anderssein eine Chance steckt.“ Spannung, abseits des Vorhersehbaren, das ist das Credo der Vereinigung.

Gespannt sein darf man auch auf die Eruption Brut 2021, in der das Traubenmaterial der neun Winzer:innen vermählt wurde. Die Cuvée besteht aus Weißburgunder, Chardonnay und Pinot Noir, wobei  die Reben auf Muschelkalk und Basalt wachsen. Die Trauben werden bei der Ernte von Hand gelesen, schonend gepresst und in Holzfässern spontan vergoren. Beim Genuss verspricht die Brut einen Duft nach reifer Birne, frischem Brioche und Quitten.

Prickelnde Stimmung

Doch nach dem Besonderen suchte man nicht nur beim Schaumwein, für die Präsentation im Rahmen des Sektgeflüsters wählte man einen ohnehin schon traumhaften Ort, das Weinschloss Thaller, der durch die von Andreas Stern gestalteten Traumwelt nochmals märchenhafter wurde. Zwischen Champagnerpyramieden fanden die akrobatischen Darbietungen von Circque Rouge statt, für Schwung sorgte die Pepe Allstar Band und zur späteren Stunde einmal mehr DJane Mel Merio. Durch den Abend führte Genussbotschafterin und Herausgeberin des Genusspunkts, Alexandra Gorsche.

Apropos Genuss: zum Eruption Brut in seiner 2021er-Version konnte man sich beim Fingerfood in 20 Gängen von Werner Gschiel und Johannes Neumann sowie beim OFYR Live Cooking im Innenhof bedienen – neben Austern, Alpenkaviar und Vulcano Schinken versteht sich. Süßes fand man am Dessert-Candy-Table von Michaela Thaller.

Gewollte Auseinandersetzung

Auf allzu große Harmonie schwört man bei den Eruption Winzern allerdings nicht, eher im Gegenteil. Den Winzer:innen gehe es um Auseinandersetzung, weshalb auch die Verbindung aus derselben Kraft, aus der vor Millionen Jahren die Region entstand, hervorging: aus vulkanischer Aktivität. Das Gemeinsame und gleichzeitig auch das Unterschiedliche feiert man.

Doch die Vereinigung der neun Winzer:innen bietet auch zahlreiche Vorteile für den Einzelnen: Durch die Bündelung von Ressourcen und Expertise können die Weingüter von gemeinsamen Vermarktungsstrategien profitieren. So sorgt die Zusammenarbeit für eine stärkere Marktpräsenz und bessere Verkaufschancen, die Kosten für einzelne Maßnahmen können gesenkt werden. Nicht zuletzt profitieren die Mitglieder von einem intensiven Erfahrungsaustausch, in einer Winzergenossenschaft können die Stärken der Einzelnen miteinander kombiniert werden.

Unser Fazit für die Zukunft

Die Eruption Winzer zeigen, dass wahre Stärke im Anderssein, aber auch in der Gemeinschaft liegt. Die Eruption Brut 2021 ist ein hervorragendes Beispiel für die Qualität, die aus der Zusammenarbeit der neun Winzer:innen erwächst. Indem sie ihre individuellen Stile und Techniken miteinander vereinen, schaffen sie etwas Neues und Außergewöhnliches, das die Region weiterbringt. Der Blick geht nach vorne – mit einer klaren Vision, die sowohl das Gemeinsame als auch das Besondere feiert.

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© Karl Schrotter
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