Latin America’s 50 Best Restaurants

Die erweiterte Liste 51–100 für 2025
© Leonardo Freire
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Alexandra Gorsche © Conny Leitgeb Photography
22. November 2025 | 
Alexandra Gorsche

Mit der Veröffentlichung der erweiterten Rangliste von Platz 51 bis 100 gibt Latin America’s 50 Best Restaurants einen jener Einblicke frei, die weltweit für Aufmerksamkeit sorgen. Denn kaum eine Region überzeugt aktuell so sehr mit Vielfalt, Energie und kulinarischer Innovationskraft wie Lateinamerika – ein Kontinent, auf dem Tradition und Modernität in faszinierenden Spannungsfeldern aufeinandertreffen.

Die diesjährige Liste umfasst 26 Städte und 13 neue Einträge. Sie erzählt von außergewöhnlichen Persönlichkeiten, frischen Konzepten, mutigen Ideen und kulinarischen Zentren, die ihre Rolle im globalen Gastrosystem weiter ausbauen.

Warum diese Liste so wichtig ist

Die „51–100“-Reihe ist viel mehr als eine Vorstufe zum Hauptranking: Sie macht sichtbar, welche Talente kurz davorstehen, international durchzustarten, und zeigt jene Städte, in denen die Gastronomie gerade mit besonderer Kraft aufblüht. Gleichzeitig bildet sie kulinarische Bewegungen ab, die für Köch:innen, Hoteliers und Food-Lovers weltweit relevant sind, und liefert Orientierung für alle, die ihre kulinarischen Reisen bewusst und inspiriert planen möchten. Vor allem aber zeigt sie, wie kraftvoll Essen als kultureller Ausdruck wirken kann – als Spiegel von Identität, Herkunft und gesellschaftlichem Zeitgeist.

Bewertet wird durch die Latin America’s 50 Best Restaurants Academy, bestehend aus 300 Expert:innen – Journalist:innen, Köch:innen, Produzent:innen, Restaurateur:innen und erfahrenen Gourmets. Die Prozesse werden zusätzlich von Deloitte auditiert.

Eine persönliche Beobachtung, die zeigt, weshalb diese Liste wirkt

Wenn man die Energie dieser Region verstehen möchte, muss man sie erleben – und manchmal begegnen einem die Schlüsselmomente weit entfernt ihrer Herkunft. Im November 2025 fand in Wien ein außergewöhnliches kulinarisches Treffen statt: ein 6-Hands-Dinner, bei dem Fabricio Lemos und Liliane Arouca vom Restaurant Origem (Salvador, Brasilien – Platz 52) gemeinsam mit Kias Burget im Kias – Modern Brazilian Restaurant kochten. Zwei Abende, an denen brasilianische Tiefe, lokale Handschrift und internationale Technik aufeinandertreffen durften – eindrucksvoll, konzentriert, persönlich.

Solche Begegnungen zeigen, weshalb Rankings wie die 50 Best eine so besondere Rolle spielen: Sie ermöglichen Dialog, öffnen Türen, schaffen Sichtbarkeit und verbinden Küchenstile, die sonst selten in dieser Form zusammentreffen.

Trends und Bewegungen: Das prägt die Liste 2025

  • São Paulo als Powerhouse
    Mit sechs Restaurants in der Liste unterstreicht die Metropole ihren Status als führende kulinarische Kraft Lateinamerikas. Von Kotori und Metzi bis zu D.O.M. zeigt sich ein Spektrum zwischen Avantgarde, modernem Casual Dining und ikonischer Fine-Dining-Autorenschaft.
  • Lima mit starker Neugeneration
    Der höchste Neueinstieg kommt aus Peru: Shizen in Lima debütiert auf Platz 62 – ein klares Zeichen, dass die Stadt weiterhin zu den wichtigsten Innovationstreibern gehört.
  • Buenos Aires, Mexico City, Panama City, Santiago
    Diese Städte haben jeweils vier Restaurants in der Liste und bestätigen ihre Rolle als kreative, kulturell aufgeladene Food-Zentren.
  • Wiederentdeckte Klassiker
    Nach einer Pause kehrt El Papagayo aus Córdoba zurück – ein Haus, das bereits mehrfach durch seine charakterstarke Handschrift aufgefallen ist.
  • Neue Namen, die man sich merken sollte
    Guatemala City, Caracas, Sosúa und Valle de Guadalupe setzen Akzente: junge, eigenständige Küchen, die zeigen, wie weit die Region sich geöffnet und professionalisiert hat.

Die vollständige Liste 51–100 (2025)

51 Pujol — Mexico City
52 Origem — Salvador
53 Conservatorium — San José
54 Cara de Vaca — Monterrey
55 Kotori — São Paulo
56 Metzi — São Paulo
57 La Calma by Fredes — Santiago
58 Le Chique — Cancún
59 Sud 777 — Mexico City
60 Clara — Quito
61 La Tapa Del Coco — Panama City
62 Shizen — Lima
63 Pulpería Santa Elvira — Santiago
64 Ness — Buenos Aires
65 Oseille — Rio de Janeiro
66 Clon — Lima
67 Maní — São Paulo
68 Tributo — Quito
69 Mishiguene — Buenos Aires
70 Gran Dabbang — Buenos Aires
71 Em — Mexico City
72 Umi — Panama City
73 Cepa — São Paulo
74 D.O.M. — São Paulo
75 Gustu — La Paz
76 Oda — Bogotá
77 Alo’s — Buenos Aires
78 El Papagayo — Córdoba
79 Ancestral — La Paz
80 Manu — Curitiba
81 Astrid y Gastón — Lima
82 Fonda Lo Que Hay — Panama City
83 Parador La Huella — José Ignacio
84 Nicos — Mexico City
85 Debora — Bogotá
86 Manzanar — Montevideo
87 El Xolo — San Salvador
88 Aguají — Sosúa
89 La Casa Bistró — Caracas
90 Lunario — Valle de Guadalupe
91 Caleta — Panama City
92 Lo de Tere — Punta del Este
93 Notiê — São Paulo
94 Ana — Guatemala City
95 Demencia — Santiago
96 Selma — Bogotá
97 Azafrán — Mendoza
98 Sambombi Bistró Local — Medellín
99 Restaurante Manga — Salvador
100 Fukasawa — Santiago

Fazit: Eine Region voller Dramatik, Kultur und Zukunft

Die erweiterte Liste 51–100 zeigt eindrucksvoll, dass Lateinamerika eine der wichtigsten kulinarischen Bühnen unserer Zeit bleibt. Sie bildet Bewegung, Mut, Identität, soziale Verantwortung und unbändige Kreativität ab – und macht gleichzeitig deutlich, welche Häuser kurz davorstehen, in die internationale Spitze vorzurücken.

Lateinamerika kocht nicht nur.
Lateinamerika erzählt.
Mit Energie, Kultur und einer einzigartigen künstlerischen Kraft, die in der globalen Gastronomie ihresgleichen sucht.

Copyright zu den verwendeten Beitragsbildern:
© Leonardo Freire

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Origem Dish © Leonardo Freire
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