Dubai schreibt kulinarische Geschichte

Trèsind Studio erhält als erstes indisches Restaurant weltweit drei MICHELIN-Sterne
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Alexandra Gorsche © Conny Leitgeb Photography
28. Mai 2025 | 
Alexandra Gorsche

Der MICHELIN Guide Dubai 2025 setzt neue Maßstäbe: Mit 119 Restaurants, internationalen Küchenvielfalt und historischen Auszeichnungen wird Dubai zur Bühne kulinarischer Weltklasse. Besonders spektakulär: das Trèsind Studio mit der weltweit ersten Drei-Sterne-Auszeichnung für ein indisches Restaurant – und Björn Frantzén, der als erster Koch dreifach dreifach Sterne trägt.

Historischer Sterneregen in Dubai: Der MICHELIN Guide 2025 feiert Vielfalt, Visionen und Weltklasseküche

Dubai beweist eindrucksvoll, dass es nicht nur durch beeindruckende Skyline und Luxus besticht, sondern längst auch ein kulinarisches Epizentrum ist. Die neu erschienene vierte Ausgabe des MICHELIN Guide Dubai bestätigt das mit historischen Auszeichnungen, kulinarischen Premieren und einem deutlich erweiterten Repertoire an Küchenstilen und Preiskategorien.

Drei Sterne für Dubai: Zwei Restaurants im kulinarischen Olymp

Erstmals dürfen sich gleich zwei Restaurants in Dubai mit der höchsten Auszeichnung des MICHELIN Guide schmücken: Trèsind Studio, das progressive indische Fine-Dining-Konzept von Küchenchef Himanshu Saini, wird damit nicht nur zum ersten Drei-Sterne-Restaurant Dubais – sondern auch zum weltweit ersten indischen Restaurant mit dieser Würdigung. Nach ein, dann zwei Sternen in den Vorjahren ist die Krönung 2025 ein klares Signal: Indische Küche steht nicht mehr für Exotik allein, sondern für höchste Innovation und Präzision auf Weltniveau.

Gleichzeitig sichert sich das neue Konzept FZN by Björn Frantzén ebenfalls die Drei-Sterne-Krone. Damit schreibt der schwedische Starkoch Geschichte: Er ist nun der erste Koch weltweit, der in drei verschiedenen Restaurants (Stockholm, Singapur und Dubai) jeweils drei MICHELIN-Sterne hält.

Zahlen, Fakten und Premieren

Die Edition 2025 führt 119 Restaurants auf – ein Anstieg von 72,5 % gegenüber der Erstausgabe 2022. Sie deckt 35 internationale Küchenrichtungen ab und zeigt die enorme Bandbreite der Gastronomieszene Dubais. Die diesjährige Auswahl beinhaltet:

  • 2 Restaurants mit drei MICHELIN-Sternen (1 neu, 1 Aufsteiger)
  • 3 Restaurants mit zwei Sternen
  • 14 Restaurants mit einem Stern (darunter 2 neu)
  • 3 Restaurants mit MICHELIN Green Star (für Nachhaltigkeit)
  • 22 Bib-Gourmand-Restaurants (darunter 5 Neuzugänge)
  • 78 weitere empfohlene Restaurants

Auszeichnungen als Tourismusmotor und Aushängeschild

Die Bedeutung von kulinarischen Auszeichnungen wie den MICHELIN-Sternen geht weit über die Küche hinaus. Sie stärken die Markenbildung einer Destination, setzen wirtschaftliche Impulse und verleihen einer Region internationales Prestige. Für Dubai zahlt sich das aus: Allein von Januar bis April 2025 verzeichnete die Stadt 7,15 Millionen internationale Gäste, ein Plus von sieben Prozent zum Vorjahr. Die Restaurantkultur spielt dabei eine Schlüsselrolle – nicht nur für Tourist:innen, sondern auch für die Positionierung Dubais als globale Lifestyle-Metropole.

Issam Kazim, CEO der Dubai Corporation for Tourism and Commerce Marketing, bringt es auf den Punkt: „So wie drei MICHELIN-Sterne für ein Restaurant stehen, das ‘eine Reise wert’ ist, gilt das heute auch für Dubai selbst.“

Kulinarische Vielfalt als Spiegel kultureller Offenheit

Neben den Spitzenlokalen wie Zén, Ossiano oder Dinner by Heston Blumenthal rücken auch Bib-Gourmand-Auszeichnungen kleinere, authentische Konzepte ins Rampenlicht. Lokale wie DUO Gastrobar, Harummanis oder Sufret Maryam unterstreichen die Breite der kulinarischen Landschaft – von traditioneller Levante-Küche bis zur modernen asiatischen Fusion.

Der Guide reflektiert Dubais Rolle als Schmelztiegel der Kulturen – ein Ort, an dem Haute Cuisine auf Streetfood trifft, und in dem sowohl etablierte Marken als auch Newcomer gleichermaßen glänzen können.

Stimmen aus der Szene

Himanshu Saini zeigt sich emotional bewegt: „Drei Sterne sind ein Beweis für unsere Leidenschaft und unsere Vision, indische Küche als progressiv, weltoffen und hochdekoriert zu positionieren.“ Björn Frantzén betont die Teamleistung: „Diese Auszeichnung ist das Ergebnis kollektiver Kreativität – und Dubais Energie hat uns beflügelt, Großes zu schaffen.“

Unser Fazit für die Zukunft

Der MICHELIN Guide Dubai 2025 ist mehr als ein Verzeichnis: Er ist ein Spiegel des globalen Wandels in der Gastronomie. Die Emanzipation von Küchen, die lange als „ethnisch“ und „exotisch“ galten, zeigt eine neue Wertigkeit für Diversität auf Spitzenniveau. Die internationale Verflechtung von Talenten, Konzepten und Visionen führt dazu, dass heute in Dubai geschrieben wird, was morgen auf den Tellern der Welt landet.

Für Gastronomen weltweit bedeutet das: Mut zur Handschrift, zur Innovation und zum konsequenten Storytelling. Für Dubai: ein weiterer Schritt zur kulinarischen Supermacht.

Weitere Informationen zu diesen und anderen im MICHELIN Guide Dubai 2025 aufgeführten Restaurants unter guide.michelin.com

MICHELIN Guide Dubai 2025 – Auszeichnungen

Drei Sterne

  • FZN by Björn Frantzén (neu)
  • Trèsind Studio (Aufsteiger)

Zwei Sterne

  • Il Ristorante – Niko Romito
  • Row on 45
  • STAY by Yannick Alléno

Ein Stern

  • 11 Woodfire
  • Al Muntaha
  • avatāra
  • Dinner by Heston Blumenthal
  • Hakkasan
  • Hōseki
  • Jamavar (neu)
  • La Dame de Pic Dubai
  • Manāo (neu)
  • moonrise
  • Orfali Bros
  • Ossiano
  • Smoked Room
  • Tasca by José Avillez

Green Star(s)

  • Boca
  • LOWE
  • Teible

Bib Gourmand

  • 21 Grams
  • 3Fils
  • Aamara
  • Al Khayma Heritage Restaurant
  • Bait Maryam
  • Berenjak
  • DUO Gastrobar – Creek Harbour (neu)
  • DUO Gastrobar – Dubai Hills
  • Goldfish
  • Harummanis (neu)
  • Hawkerboi (neu)
  • Hoe Lee Kow
  • Indya by Vineet
  • Khadak (neu)
  • Kinoya
  • Konjiki Hototogisu
  • REIF Japanese Kushiyaki – Dar Wasl
  • REIF Japanese Kushiyaki – Dubai Hills
  • Revelry
  • Shabestan
  • Sufret Maryam (neu)
  • Teible

MICHELIN Sonderauszeichnungen 2025

  • Young Chef Award: Abhiraj Khatwani, Manāo
  • Sommelier Award: Shiv Menon, Boca
  • Service Award: Al Khayma Heritage Restaurant
  • Opening of the Year: Ronin

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Viel Gebläse – wenig Kontext

Was hat das mit Kommunikation zu tun?

Was ist das? Technisch kaum notwendig, laut und entsprechend sozial höchst verdächtig und erlebt im Februar seinen zweiten Frühling bzw. Herbst? Genau – es ist der Laubbläser! Einst erfunden, um herbstliches Laub von den Strassen irgendwo hinzublasen, wo selbiges im besten Fall vielleicht weniger stört. Aktuell erlebt besagtes Gerät einen unerwarteten Weckruf aus dem Winterschlaf. Man braucht ihn um Konfetti nach dem Fasnachtsumzug zu verblasen. Das mag den Controller freuen, eine „sagenhaft teure“ Maschine in der halben Zeit amortisieren zu können. Die Nachbarn erquicken sich dessen wohl weniger.

Buchtipp: Grün. Warm. Gut.

Wohlfühlen fängt auf dem Teller an

Sandra Mühlberg kombiniert über 80 vegetarische Rezepte mit Tipps für Vorratshaltung, nachhaltiges Kochen und entspannte Küchenmomente. Ein Buch voller Wärme, Geschmack und inspirierender Self-Care-Momente.

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Snack dich glücklich

Was ursprünglich als Social-Media-Trend begann, wird hier zur Hommage an kleine, feine Genussmomente. Georgia Freedman feiert mit farbenfrohen Snackideen, Dips, Antipasti und Brotvariationen das unkomplizierte Zusammensein – und zeigt, dass gutes Essen auch einfach sein darf.

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