Die zweite Liga der Spitzenküche

Die erweiterte Liste der Asia’s 50 Best Restaurants 2026 zeigt Trends, Talente und neue Hotspots der Branche
© 50 Best Restaurants
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21. März 2026
 | Redaktion

Noch bevor die Top 50 enthüllt werden, liefert die Rangliste der Plätze 51–100 einen tiefen Einblick in die Dynamik der asiatischen Spitzengastronomie. Neue Namen, aufstrebende Städte und verschobene Kräfteverhältnisse zeichnen ein spannendes Bild einer Branche im Wandel.

Wachsende Diversität der Szene

Die Plätze 51 bis 100 der Asia’s 50 Best Restaurants 2026 sind weit mehr als nur ein „Vorlauf“ zur eigentlichen Rangliste – sie gelten als Seismograf für Entwicklungen, die die Spitzengastronomie der kommenden Jahre prägen werden. Verteilt auf 27 Städte in ganz Asien, zeigt die Liste eine enorme geografische Bandbreite und unterstreicht die wachsende Diversität der Szene.

Auffällig ist vor allem die Mischung aus etablierten Größen und spannenden Newcomern. So markieren Restaurants wie „Celera“ in Makati City als Neueinsteiger auf Platz 100 den kontinuierlichen Zustrom frischer Konzepte und Talente in die Szene. Gleichzeitig finden sich zahlreiche bekannte Namen wieder, die entweder aus den Top 50 gefallen sind oder sich stabil in der erweiterten Liste behaupten.

Asia’s 50 Best Restaurants 2026 – Plätze 51–100

Regionale Hotspots kristallisieren sich klar heraus: Metropolen wie Tokio, Seoul, Bangkok und Hongkong bleiben dominante Kräfte, sehen sich jedoch zunehmend Konkurrenz aus aufstrebenden Food-Destinationen wie Bengaluru, Mumbai oder sogar weniger erwarteten Städten gegenüber.

Ein Blick auf einzelne Platzierungen zeigt auch die Dynamik innerhalb der Branche:

  • 51 – Den (Tokio)
  • 52 – Chef 1996 (Peking) – New Entry
  • 53 – Baan Tepa (Bangkok)
  • 54 – San (Seoul) – New Entry – One To Watch Award
  • 55 – Solbam (Seoul)
  • 56 – Born and Bred (Seoul)
  • 57 – Alla Prima (Seoul)
  • 58 – Thevar (Singapur)
  • 59 – Burnt Ends (Singapur)
  • 60 – Goh (Fukuoka)
  • 61 – Mume (Taipeh)
  • 62 – Dewakan (Kuala Lumpur)
  • 63 – Sushi Shunji (Tokio) – New Entry
  • 64 – Silks House (Taipeh) – New Entry
  • 65 – Fumée (Shenzhen) – New Entry
  • 66 – Papa’s (Mumbai) – New Entry
  • 67 – Samrub Samrub Thai (Bangkok)
  • 68 – Ta Vie (Hongkong)
  • 69 – Co- (Chengdu) – New Entry
  • 70 – Vea (Hongkong)
  • 71 – Toyo Eatery (Manila)
  • 72 – Sushi Saito (Tokio)
  • 73 – The Table (Mumbai)
  • 74 – Soigné (Seoul)
  • 75 – Inja (Neu-Delhi)
  • 76 – Cenci (Kyoto)
  • 77 – Meta (Singapur)
  • 78 – Peach Blossoms (Singapur) – Re-Entry
  • 79 – Ensue (Shenzhen)
  • 80 – Jade Dragon (Macau) – Re-Entry
  • 81 – Villa Aida (Wakayama) – Re-Entry
  • 82 – Kataori (Kanazawa) – New Entry
  • 83 – Farmlore (Bengaluru)
  • 84 – Xin Rong Ji (Xinyuan South Road) (Peking)
  • 85 – Jin Sha (Hangzhou) – Re-Entry
  • 86 – Anan Saigon (Ho-Chi-Minh-Stadt) – Re-Entry
  • 87 – Jungsik (Seoul)
  • 88 – Andō (Hongkong)
  • 89 – Gēn (Penang) – Re-Entry
  • 90 – Amber (Hongkong) – Re-Entry
  • 91 – Côte by Mauro Colagreco (Bangkok)
  • 92 – Respiración (Kanazawa) – New Entry
  • 93 – Dewaya (Nishikawa) – New Entry
  • 94 – Ministry of Crab (Colombo)
  • 95 – Gaa (Bangkok)
  • 96 – Haoma (Bangkok) – Re-Entry
  • 97 – L'évo (Nanto) – Re-Entry
  • 98 – Kwonsooksoo (Seoul)
  • 99 – Fiotto (Busan) – New Entry
  • 100 – Celera (Makati City) – New Entry

Bühne für neue Talente

Inhaltlich deutet die Liste zentrale Entwicklungen der asiatischen Gastronomie an. Dazu zählen eine stärkere Fokussierung auf regionale Produkte, persönliche Handschriften der Küchenchef:innen sowie die Verbindung lokaler Traditionen mit internationalen Einflüssen. Gleichzeitig zeigt die Bandbreite der Konzepte – von Fine Dining bis hin zu kleinen, intimen Restaurantformaten – die zunehmende Vielfalt und Experimentierfreude der Szene.

Nicht zuletzt fungiert die Liste als Bühne für neue Talente: Viele der hier platzierten Restaurants gelten als potenzielle Aufsteiger in die Top 50 der kommenden Jahre. Damit wird die erweiterte Rangliste zu einem wichtigen Frühindikator für die Zukunft der internationalen Gastronomie.

Fazit & Learnings für die Branche

Die Plätze 51–100 zeigen klar: Die asiatische Spitzengastronomie wird vielfältiger, dezentraler und experimentierfreudiger. Erfolg entsteht nicht mehr nur in den klassischen Gourmet-Hochburgen, sondern zunehmend auch in neuen, aufstrebenden Märkten.

Für die Branche lassen sich daraus mehrere zentrale Erkenntnisse ableiten:

  • Innovation schlägt Tradition allein: Klassische Konzepte müssen sich weiterentwickeln, um relevant zu bleiben.
  • Regionale Identität gewinnt an Bedeutung: Lokale Produkte und kulturelle Einflüsse werden zum Differenzierungsmerkmal.
  • Neue Städte rücken ins Rampenlicht: Wachstum findet zunehmend außerhalb der etablierten Gastro-Metropolen statt.

Kurz gesagt: Wer heute in der Spitzengastronomie erfolgreich sein will, muss nicht nur exzellent kochen, sondern auch flexibel, innovativ und kulturell verankert arbeiten.

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